Kennzeichnung Diese Vorteile bringt ein neues Kennzeichnungssystem einem Apfelsaftproduzenten

Autor / Redakteur: Antoinette Aufdermauer* / Anke Geipel-Kern

Ein Apfelsaftproduzent nutzt zur MHD-Kennzeichnung der Flaschenetiketten die neueste Generation der Continuous-Inkjet-Drucksysteme. Feuchtigkeit kann der Druckqualität nichts anhaben und mit der Wartung kann man sich Zeit lassen.

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Bis zu 10.000 Flaschen Saft füllt Bad Hönninger pro Stunde ab.
Bis zu 10.000 Flaschen Saft füllt Bad Hönninger pro Stunde ab.
(Bild: Creativ Picture)

Von allen Fruchtsäften mögen die Deutschen den Apfelsaft am liebsten. „Apfelsaft ist nur eines unserer 50 Produkte. Neben Säften, die zum großen Teil Direktsaft-Qualität aufweisen, vermarkten wir Weine, Sekte und inzwischen sogar Cocktails“, erklärt Hans Jürgen Freund, Geschäftsführer bei Bad Hönninger Fruchtsäfte & Weine. Neben hoher Produktqualität legt Freund großen Wert auf regionale Geschäftspolitik.

Hochbetrieb nach der Ernte

Das Obst aus regionalem Streuobstanbau wird zunächst gewaschen, gepresst und pasteurisiert. Die Bad Hönninger Abfüllanlage schafft bis zu 10 000 Flaschen pro Stunde. Was nicht sofort abgefüllt werden kann, wird in verschiedenen Stahltanks mit 5000 bis 50 000 Litern Fassungsvermögen zwischengelagert.

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Unmittelbar vor ihrem Aufbringen auf die Glasflaschen bedruckt ein Continuous-Inkjet-Drucker von Bluhm Systeme die Nassleim- etiketten mit dem entsprechenden Haltbarkeitsdatum.

„Auch hier setzen wir auf kurze Transportwege“, erklärt Jörg Rösler, Betriebsleiter bei Bad Hönninger: „Bluhm Systeme sitzt nur 15 Kilometer von uns entfernt! Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Bluhm zusammen und es gab noch nie Probleme“, erinnert er sich. Zwar lief das alte Kennzeichnungssystem noch tadellos, aber es war schon etwas in die Jahre gekommen. Bluhm Systeme machte Rösler daher das Angebot, auf die neueste Generation der Continuous-Inkjet-Drucksysteme zu wechseln und konnte mit zahlreichen Vorteilen des neuen Linx 8900 überzeugen.

Feuchtigkeit ist kein Problem

Zum Beispiel punktete das System mit seiner Unempfindlichkeit gegen feuchte Produktionsumgebungen: Der Druckkopf sitzt bei Bad Hönninger direkt in der Etikettierstation der Abfüllanlage und ist daher permanent dem Etikettenleim sowie hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Messsensoren im Inneren des Druckkopfs ermitteln unaufhörlich Parameter wie Temperatur, Viskosität und Leitfähigkeit der Tinte. Auf Basis der ermittelten Parameter justiert der Linx 8900 vollautomatisch die Druckeineinstellungen und garantiert so eine konstant gute Druckqualität.

Hinzu kommt der lange Druckkopfschlauch: Der bis zu sechs Meter lange Schlauch verbindet den Druckkopf mit dem Steuerungsgerät. Jörg Rösler erklärt die Vorteile dieser hohen Schlauchlänge: „In Abfüllanlagen ist meistens wenig Platz. Wir konnten den eigentlichen Drucker dank des langen Schlauchs an einer Stelle platzieren, an der wir ihn bequem erreichen, um zum Beispiel Druckdaten anzupassen oder Material nachzufüllen!“

Chargenwechsel auf Knopfdruck

Bedienen lässt sich der eingebaute Drucker über ein 10-Zoll-Touch-Display. Texte, Logos, Barcodes sowie verschiedene, sich automatisch aktualisierende Felder für Datumsangaben, Uhrzeiten, MHD-Vorläufe oder fortlaufende Nummern lassen sich schnell und unkompliziert eingeben. Der unbegrenzte Textspeicher ermöglicht es, das Kennzeichnungssystem mit nur einem Knopfdruck auf einen Chargenwechsel einzustellen.

Zudem schlägt der Drucker automatisch vor, welche Textvarianten in den aktuellen Einstellungen sinnvoll sind. Über Schnittstellen kann das Gerät seine Instruktionen wahlweise auch direkt von der Firmen-EDV erhalten. Am Display lassen sich nicht nur Linienkonfigurationen eingeben, sondern auch Diagnose-Parameter abfragen.

Auch das Nachfüllen der Verbrauchsmaterialien ist kinderleicht: Auf leichten Druck öffnet sich das Materialfach an der Gerätevorderseite. Hier sitzen die Tinten- und Solventkartuschen, die auf Grund ihrer spezifischen Bauformen beim Nachfüllen nicht vertauscht werden können. Zudem wurden die Flaschen mit einem sogenannten Septumverschluss versehen, wie man ihn von Infusionsbehältern kennt. So können sie weder vor noch nach dem Einsetzen auslaufen.

Wartung ohne Techniker

Eine Wartung des Gerätes ist erst nach etwa 18 000 Betriebsstunden erforderlich. Das entspricht einem Zeitraum von etwa zwei Jahren. Der Drucker meldet den anstehenden Filterwechsel drei Monate im Voraus. Dazu muss ein einziges, sogenanntes Servicemodul ausgetauscht werden, in dem die Filter sitzen. Die Wartung erfolgt werkzeuglos und dauert etwa 30 Minuten.

„Bis dahin haben wir aber noch viel Zeit“, freut sich Hans Jürgen Freund. „Auch wenn wir für den Linx 8900 dank der vielen Automatismen keinen Techniker von Bluhm mehr brauchen, so sind wir trotzdem froh über die räumliche Nähe zu unserem Lieferanten. Denn vielleicht kann man auf einem der zahlreichen regionalen Feste gemeinsam auf ein Glas Apfelsaft anstoßen!“

* * Die Autorin ist Marketing-Referentin bei Bluhm Systeme, Rheinbreitbach. Kontakt: Tel. +49-2224-7708-427

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