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Lebensmittelverpackung:Trendbarometer Interpack

Diese Verpackungstrends werden auf der Interpack präsentiert

| Autor/ Redakteur: Dr. Ulla Reutner* / Wolfgang Ernhofer

Was bieten die Hersteller von Maschinen für die Lebensmittelverpackung auf der Interpack?  –  Ein Blick auf das Angebot einiger Branchengrößen lässt die Vorhersage zu: Die Aussteller entsprechen aktuellen Nachfrage-Trends wie Single-Serve-Packungen und Convenience-Food. Einsteigerlösungen werden ebenso gezeigt wie Industrie-4.0-Ansätze bis hin zur sich selbst organisierenden Fabrik.

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Wirkt futuristisch, wird aber bald Realität: Mixed Reality unterstützt Bediener und Instandhalter.
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(Bild: Optima)

Traditionell bilden Entscheider aus der Nahrungsmittelindustrie die größte Besuchergruppe auf der Interpack: mit über 20 % ist dieser Wirtschaftsbereich laut Veranstalter der mit Abstand am stärksten vertretene. Süß- und Backwaren- (4 %) sowie Getränkeindustrie (3 %) kommen noch hinzu. Legt man die rund 175 000 Besucher der Interpack 2014 zugrunde, werden wohl auch in diesem Jahr knapp 50 000 Vertreter der Food & Beverage-Industrien die Messe besuchen.

Zumindest, was die Ausstellerzahlen betrifft, wird die Veranstaltung wohl alle Rekorde brechen. Mit über 3000 Ausstellern wird es die größte Interpack aller Zeiten. Glaubt man dem Online-Messekatalog haben davon über 2100 Interessantes für die Nahrungsmittelindustrie zu bieten, mindestens die Hälfte davon sind Maschinenbauer. Verpackungsmaschinen werden das Bild prägen, wobei Schlauchbeutelmaschinen die größte Produktkategorie im Food-Sektor bilden werden.

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Die Zahlen werden keinen verwundern, der die Interpack schon einmal besucht hat. Deutsche und italienische Aussteller dürften den Ausstellungssektor der Lebensmittelverpackungsmaschinen wie immer dominieren. Sie werden guter Stimmung sein: Zumindest die deutschen Maschinenbauer können auf eine dynamische Entwicklung seit der letzten Interpack zurückblicken. Laut VDMA stieg die internationale Nachfrage nach Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 2015 um 6 %. 2016 lagen die Bestellungen um 5 % über dem Vorjahr.

Auch „alte“ Problem müssen gelöst werden

Gekauft wird, was dem Bedarf entspricht. Man kann davon ausgehen, dass die Marktführer der Branche ihre Hausaufgaben gemacht haben und bei der Entwicklung ihrer Interpack-Highlights eine gründliche Marktanalyse zugrunde gelegt haben. Wenig überraschend: Es ist nicht alles Industrie 4.0, was Fortschritt verspricht. Auch die „alten“ Themen wie Produktivität, Hygiene und natürlich Produktionssicherheit müssen in der Nahrungsmittelindustrie nach wie vor gelöst werden. Der Verpackungsprozess trägt dazu nachhaltig bei. Dabei geraten Anforderungen wie Individualität und Flexibilität sowie die Lösung der Schnittstellenproblematik mehr und mehr in den Fokus – womit wir wieder bei Industrie 4.0 wären: kein leeres Schlagwort mehr – aber auch kein Thema, das in der Food-Industrie schon „gegessen“ wäre.

Der Verbraucher will es einfach und individuell

Kein Wunder, denn was der Verbraucher will und erwartet, ebnet Verpackungsmaschinenkonzepten den Weg, die einen immer höheren Individualisierungsgrad ermöglichen. „Die Nachfrage nach konsumentenfreundlichen Lebensmittelverpackungen nimmt weiter zu“, berichtet Valeska Haux, Senior Director Corporate Marketing bei Multivac, und erläutert: „Darunter verstehen wir beispielsweise Portionspackungen, aber auch Packungen mit Wiederverschlusssystemen oder Verpackungen für Fertiggerichte und To-go-Produkte.“

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