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Process Automation Place auf der Hannover Messe 2014

Die Zukunft der Chemieindustrie – Live auf der Hannover Messe

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Wollen Sie einen Blick in die Zukunft der Chemieproduktion werfen? Dann sollten Sie sich die Hannover Messe in diesem Jahr vormerken. Die Sonderschau Process Automation Place in Halle 11 präsentiert die Demoanlage, die aus dem F3-Factory Projekt entstanden ist.

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Modulare Chemie zum Anfassen auf dem Process Automation Place: Der Invite-Container.
Modulare Chemie zum Anfassen auf dem Process Automation Place: Der Invite-Container.
(Bild: Bernhard Moll)

Wie macht man Chemie schneller und beschleunigt die Produkteinführung? Mit dieser Frage beschäftigen sich gerade eine ganze Reihe von Projekten, die in der Prozessindustrie intensiv diskutiert werden. Eines dieser Projekte ist das F3-Factory Projekt, dessen Protagonisten fünf Jahre nach seinem Start bereits handfeste Ergebnisse vorweisen können und in Leverkusen bei Invite einen Container mit einer kompletten Produktionsanlage für einen zweistufigen Syntheseprozess eingerichtet haben.

Die drei F stehen für „flexible, fast, future“: Kernbegriffe, welche die Fabrik der Zukunft umreißen. Der F3-Factory Ansatz stehe für einen Paradigmenwechsel in der chemischen Produktion, sagt Invite-Chef Dr. Thomas Bieringer. Es werde chemische Anlagen geben, die nach dem Legoprinzip funktionieren. „Stellen Sie sich einen Baukasten aus standardisierten Modulen vor, die man kombinieren und austauschen kann, je nach Prozess,“ erklärt er.

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Erleben Sie den Container live

Damit greifbarer wird, was mit diesen Schlagworten gemeint ist, hat die Hannover Messe gemeinsam mit den ideelen Trägern Namur und ZVEI in diesem Jahr einen Teil des Containers in die Messehalle 11 geholt. In der neuen Sonderschau Process Automation Place am Stand E 60 ist ein Process Equipment Assembly (PEA) aufgebaut, womit die Entwickler die kleinste modulare Einheit bezeichnen, der eine verfahrenstechnische Funktion zugewiesen ist.

Jedes PEA enthält daher neben dem für die Reaktion notwendigen Apparaten Mess-und Regeltechnik sowie Verrohrungen – mehrere PEAs hintereinander geschaltet, ergeben einen kompletten Syntheseprozess, der in einem Process Equipment Container (PEC) aufgebaut ist. Clou des Konzeptes ist die bei Invite in Leverkusen realisierte Backbone Plant, die den Container mit Energie- und Entsorgungssystemen verbindet. Auch das Prozessleitsystem kann von diesem Dockingsystem übernommen werden.

Verschaffen Sie sich den Überblick

Der Process Automation Place ist für die Prozessindustrie ein guter Grund sich in diesem Jahr die Hannover Messe im Kalender zu markieren und einen Besuch einzuplanen. Zu den beteiligten Partnern gehören neben Namur und ZVEI Messtechnikspezialisten wie Endress+Hauser, Krohne, Turck oder Jumo. „Der Process Automation Place bietet die ideale Möglichkeit, aktuelle Themen aus der Prozessindustrie in kompakter Form vermitteln zu können. Damit werden wir den vielfachen Kundenwünschen aus der Vergangenheit gerecht, die nach werbeneutralen Vorträgen auch im Rahmen eines Messebesuches gefragt haben“, meint Lothar Gellrich, Leiter Marketingkommunikation bei Krohne Messtechnik.

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