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6. Außenwirtschaftstag Medizintechnik, Pharma & Labortechnik

„Die Welt ist in Unordnung“ – Umbrüche als Chancen wahrnehmen

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Und wir reagiert der Mittelstand? Dr. Reinhold Festge von der Haver & Boecker OHG stellte in seinem Impulsvortrag die Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen im Welthandel vor und verwies abermals auf die großen Stärken des Mittelstands. Langfristige Planung, historisch hoher Exportanteil und ungebrochene Neugier zeichnen ihn aus. Doch sollten wir vermehrt über den Tellerrand schauen und Investitionen im Ausland nicht scheuen, um so nachhaltiges Wachstum in Deutschland zu sichern. Hier spielt der Freihandel eine wichtige Rolle.

Firmen können Angebote staatlicher Institutionen in Anspruch nehmen

Die Parlamentarischen Staatssekretärinnen im Bundeswirtschaftsministerium und im Gesundheitsministerium, Brigitte Zypries und Annette Widmann-Mauz, bestätigten in ihren Beiträgen auf dem Außenwirtschaftstag diese Einschätzung und boten ihre Unterstützung an. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) könne über seine Kontakte aus Regierungskonsultationen Türen öffnen und Wissenstransfer organisieren, besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die nicht das Potential und das Kapital haben, sich Märkte alleine zu erschließen.

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Dort wo regulatorische Probleme bestehen, insbesondere bei Zulassungen, könne das BMG helfen, praktikable Lösungen zu finden, um das Geschäft zu erleichtern, sagte Widmann-Mauz bei der abschließenden Podiumsdiskussion. Die Bereitstellung von Information über fremde Länder mit ihren Chancen, Risiken und der rechtlichen Absicherung sieht Zypries, als wichtige Aufgabe des Staates.

Stefan Vilsmeier, CEO Brainlab AG, richtet bei der Podiumsdiskussion zum Thema E-Health und Digitalisierung seine Forderung hinsichtlich der Hürden bei der Digitalisierung an die Politik: Bei der Ausrichtung zu patientenorientierten Konzepten und dem damit verbundenen vermehrten Austausch von Daten wünscht sich Vilsmeier eine Harmonisierung und den Abbau der gesetzlichen Hürden. Zypries betont, dass sichergestellt werden müsse, dass die Speicherung von Daten sicher sei.

Das Fazit am Tagesende unterstrich die Bedeutung politischer Flankierung der Exportgeschäfte der Unternehmen: Stabile politische Rahmenbedingungen sind die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft der Unternehmen der Branchen Medizintechnik, Pharma und Analysen-, Bio- und Labortechnik. Und die aktuelle Ausgangslage für Unternehmen ist ideal, um Veränderungen anzugehen. Dabei stehen Produkte im Fokus, die sich aus der Schnittstelle zwischen Digitalisierung und Gesundheitswirtschaft ergeben. Hier sollten Unternehmen ansetzen und die Chance nutzen, die Globalisierung neu zu gestalten.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke Devicemed..

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