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Membranventile

„Die optimale Lösung für den Kunden finden“

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die Anforderungen an die Hygiene steigen in der Lebensmittelindustrie und nähern sich langsam denen der Pharmaindustrie. Gut für Anbieter, die beide Branchen bedienen und die dadurch entstehenden Synergien nutzen können. Welche Trends er sonst noch in der Getränkeindustrie beobachtet, verrät Gemü-Vertriebsleiter International Patrick Zurbuchen im Gespräch mit PharmaTEC.

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„Wir entwickeln hochkomplexe kundenspezifische Lösungen.“
„Wir entwickeln hochkomplexe kundenspezifische Lösungen.“
( Bild: Gemü )

PharmaTEC: Herr Zurbuchen, Gemü gehört zu den führenden Herstellern von Ventil-, Mess- und Regeltechnik und bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer bei sterilen Anwendungen für die Pharmazie und die Biotechnologie. Ein stark wachsender Markt ist auch die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Wie positioniert sich Gemü hier?

Zurbuchen: In der Tat bemerken auch wir ein starkes Wachstum im Bereich Food & Beverage. Dies wird getragen durch Trends im Bereich Functional Food und durch Global Health Trends. Was wir außerdem bemerken, sind steigende Anforderungen an Hygiene und Sicherheit, die sich zum Teil denen der Pharmaindustrie annähern. Mit unseren Erfahrungen können wir hier natürlich anknüpfen und optimale Lösungen bereitstellen. Viele unserer Ventillösungen sind optional auch nach 3-A-Sanitary-Standards Inc. verfügbar.

PharmaTEC: Welche Synergien bei der Komponentenentwicklung können Sie aus der Tatsache schöpfen, dass Sie beide Branchen adressieren?

Zurbuchen: Nun, eine der Kernkompetenzen von Gemü stellt z.B. die Membranventiltechnologie dar. Überall dort, wo Hygiene und Sicherheit groß geschrieben werden, ist unser Membranventil oft die erste Wahl. Mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Membranwerkstoffen, Ventilkörpervarianten und Kombinationsmöglichkeiten bis zu Mehrwegeventilblöcken können wir auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Kunden reagieren. In der Pharmaindustrie wie auch in der Food & Beverage Industrie geht es gleichermaßen um sichere und präzise Dosierung. Unsere Membranventile können beides.

PharmaTEC: Thema aseptische Abfüllung: Diese ist inzwischen nicht mehr nur auf die Herstellung pharmazeutischer Produkte beschränkt, sondern hat längst auch in der Getränke- und Lebensmittelindustrie Einzug gehalten. Welche Trends sehen Sie noch bei der Abfüllung?

Zurbuchen: Mittlerweile geht es nicht mehr nur um aseptische Abfüllung als solche. Der Trend hin zu Getränken mit Beimischungen ganzer Fruchtzellen oder Fruchtstückchen hat sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt. Gerade in diesem Fall geht es nicht nur um aseptische Bedingungen, sondern auch darum, die Produktströme besonders schonend zu behandeln und die mechanische Beanspruchung so gering wie möglich zu halten. Dafür bietet das Membranventil die besten Voraussetzungen. Tests unserer Kunden haben bewiesen, dass die Fruchtpartikel bei der Absperrung über Membranventile die geringste Schädigungsrate aufweisen, da diese Fruchtstückchen beim Schließvorgang der Membrane aus dem Dichtspalt verdrängt werden. Somit liegen sie nahezu unbeschädigt in der Flasche vor und das Geschmackserlebnis beim Verbraucher bleibt voll erhalten – die Qualität des Endproduktes steigt. Unser Membranventil Gemü 660 wurde speziell für diese Anforderungen aus der Getränkeindustrie entwickelt. Es ermöglicht eine exakte Dosierung, das EHEDG-zertifizierte Dichtsystem gewährleistet eine sichere und sensible Behandlung der Produktströme.

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