Kontaminationsfreie Pulvermischung

Die Kunst des Wirkstoff-Mischens im Batchmixer

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Funktionsprinzip

Das System besteht aus einem Hauptbehälter mit einem in der oberen Mitte installierten Reflektor. Auf diesem Mischbehälter ist das PTS-System angebracht, das durch ein Vakuum die Pulver in den PTS-Körper saugt und anschließend mit einem Gas weiter über den Reflektor zur Zirkulation in den Mischbehälter fördert. Die erste Grobmischung im PTS-Körper beschleunigt den Mischvorgang auf effiziente Weise. Je nach Produktbedingungen wird der Vorgang einige Male wiederholt.

Ein Dichtstrom, der das Pulver fördert, sorgt für eine geringe Fördergeschwindigkeit und optimale Produktqualität. Da bei jeder Pulverentleerung des PTS-Körpers in den Mischbehälter die Filtermembran abgereinigt wird, bleibt die Saugfähigkeit des Systemes jederzeit erhalten. Zudem kann das Gerät schnell und einfach gereinigt werden, ohne dass es vorher zerlegt werden muss (CIP, SIP). Zur Qualitätskontrolle können mit dem MPTS-Probenahmesystem repräsentative Pulverproben ohne mechanische Hilfsmittel direkt aus der Mischanlage gezogen und bei Bedarf auch über längere Distanzen befördert werden.

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Alles unter Kontrolle

Ein Kunde in China wollte bis zu zehn verschiedene Wirkstoffformulierungen mit der gleichen Anlage mischen. In jeder Anwendung sollten bis zu 20 Komponenten kombiniert werden, die teilweise giftig, ätzend oder explosionsfähig sind. Um jegliche Kontamination und die Gefahr von einem potenziellen explosiven Gemisch zu vermeiden, erforderte jeder Produktbestandteil eine eigene Sauglanze.

Darüber hinaus sollten diese Komponenten ohne Produktionsunterbrechung gereinigt werden können. Noch dazu mussten die Pulver in einer kontrollierten Atmosphäre (Laminar Flow) unter Wahrung von GMP- und Atex-Richtlinien gehandhabt werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, hat Dec zwei Trägereinheiten mit jeweils 20 Sauglanzen aus Edelstahl entworfen. Die Sauglanzen können ohne Demontage im Ruhezustand und ohne Kontaminationsgefahr gereinigt werden.

Die RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) identifiziert jedes Rohr und registriert die Daten auf einen Micro-Chip (Transponder). Erst wenn das System das Produkt der jeweils präsentieren Sauglanze erkennt und anschließend bestätigt, kann der Bediener die Leitung anschließen und die Förderung des Produkts zum Batchmixer beginnen. Dieser Identifikationsprozess erlaubt absolute Kontrolle und Rückverfolgbarkeit des ganzen Verfahrens.

* Die Autorin arbeitet im Marketing von Dietrich Engineering Consultants SA, Ecublens/Schweiz. Kontakt: Tel. +41-2169-42044

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