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Chemie für die Energiewende

Die Kraft der Sonne chemisch speichern

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„Das ist der entscheidende photoelektrochemische Schritt, der in weiterer Folge dann die Grundlage für Wasserzerlegung und Wasserstoffproduktion sein soll“, erklärt Brunauer. Die Vorstufe dazu – eine mit UV-Licht angetriebene Sauerstoff-Pumpe, funktioniert bereits und liefert bei 400 °C eine Leerlaufspannung von bis zu 920 Millivolt.

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Die Arbeiten zur Photo-elektrochemischen Festoxidzelle wurden nun im Fachjournal „Advanced Functional Materials“ veröffentlicht. Damit ist die Forschung freilich noch nicht abgeschlossen: „Weiterführende Arbeiten sind wichtig, um den Effekten phänomenologisch auf den Grund zu gehen und damit das Material noch weiter optimieren zu können“, sagt Brunauer. Wenn die elektrische Leistung noch etwas gesteigert wird, lässt sich mit der Zelle Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. „Dieses Ziel ist in Griffweite, jetzt wo wir bewiesen haben, dass das Grundprinzip funktioniert“, sagt Brunauer. Nicht nur zur Wasserstoffproduktion eignet sich das neue Konzept; man könnte auch CO2 aufspalten und daraus CO in Hinblick für Kraftstoffsynthesen gewinnen.

Patente und Firmengründung

Damit die neue Erfindung den Sprung vom Universitätslabor in die Umsetzung eines Prototyps schafft, hatte Brunauer unter anderem mit einem Industriepartner das Startup-Unternehmen Novapecc gegründet. Gemeinsam mit der TU Wien wurden Patente angemeldet, dabei wurde Brunauer vom Forschungs- und Transfersupport der TU Wien unterstützt. Auch vom Inkubatorprogramm Inits wurde das Projekt unterstützt. Gefördert wurde das Projekt außerdem durch ein Brückenschlagprogramm der Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Originalpublikation:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/adfm.201503597/fullhttp://publik.tuwien.ac.at/files/PubDat_246527.pdf

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