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Industrieproduktion von morgen

Die E3-Produktion folgt auf Industrie 4.0 und Smart Factory

| Autor / Redakteur: Annedore Munde / Matthias Back

In der gläsernen Leitzentrale fließen die Daten über alle benötigten Ressourcen sowie Maschinen- und Prozessdaten auf Fabrikebene zusammen.
In der gläsernen Leitzentrale fließen die Daten über alle benötigten Ressourcen sowie Maschinen- und Prozessdaten auf Fabrikebene zusammen. (Bild: Ines Escherich/ Fraunhofer-IWU)

Fachleute fordern mit Blick auf die Produktion und die Anlagentechnik ein Umdenken in der gesamten Wertschöpfungskette. Was mit dem E3-Konzept für die industrielle Produktion von morgen entwickelt und erforscht wird, geht jedoch weit über Industrie 4.0 und den Begriff Smart Factory hinaus.

Schon lange profitiert die klassische Industrie von den Möglichkeiten des Internets. Meist sind es jedoch kleinere oder auch komplexe Einzellösungen, die in den Unternehmen umgesetzt wurden. Mit Industrie 4.0, dem Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung, sollen reale und virtuelle Welten zunehmend vernetzt werden. Das Ergebnis ist die intelligente Fabrik.

Diese sogenannte Smart Factory steht für Wandlungsfähigkeit in der Produktion, Ressourceneffizienz und Ergonomie und gewährleistet gleichzeitig, dass Kunden und Geschäftspartner direkt in die Wertschöpfungsprozesse einbezogen werden können. Das alles klingt logisch. Eine Vielzahl von Einzelprojekten belegt bereits, dass Industrie 4.0 in der Realität anzukommen scheint, so zum Beispiel die Maschinenbedienungen über Handy-Apps. Und die Verknüpfung von Maschinen- und Gebäudefunktionen verdeutlicht, dass Fabriken an bestimmten Schnittstellen heute durchaus „intelligent“ sind.

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Die selbstoptimierende Produktion unter menschlicher Kontrolle

Mit dem Forschungskonzept E3-Produktion möchte die Fraunhofer-Gesellschaft jetzt einen Schritt weiter gehen und globaler ansetzen. Das Konzept setzt die Grundelemente Effizienz, Emissionsneutralität und Einbindung des Menschen in einen synergetischen Kontext. Konkret heißt das: Drei wesentliche Aspekte sollen einen ganzheitlichen Innovationsrahmen für neue Entwicklungen in der Produktionstechnik bilden.

Dies sind die Effizienz hinsichtlich der Ressourcennutzung in den Produktionsprozessen, das emissionsneutrale beziehungsweise kreislauforientierte Betreiben der Produktion als Ganzes und die Neubewertung der Rolle des Menschen in der Produktion. Jedes E steht also für eine Vision, an deren Verwirklichung bereits heute aktiv geforscht wird.

Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt in diesem Projekt betrifft die Rolle des Menschen in der industriellen Produktion der Zukunft. Zentrale Faktoren, wie die demografische Entwicklung, die weiter zunehmende Automatisierung sowie die neuen Möglichkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnik, bilden die Basis für die Leitfragen nach altersgerechten Produktionsumgebungen, neuen Konzepten für die Interaktion und Strategien zur Wiedereinbindung des Menschen in die Produktion.

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