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Best-Practice: Cloud-Lösung

Die Cloud macht’s – Ricola spart sich Aufbau aufwändiger Netzwerkinfrastruktur

| Autor / Redakteur: Arno Martin Fast / Dr. Jörg Kempf

Diese Bonbons kennt wohl jeder. Ihre Produktion erfolgt nach strengen FDA-Anforderungen. Bei deren wirtschaftlicher Umsetzung wird Ricola von der Proficloud von Phoenix Contact unterstützt.
Diese Bonbons kennt wohl jeder. Ihre Produktion erfolgt nach strengen FDA-Anforderungen. Bei deren wirtschaftlicher Umsetzung wird Ricola von der Proficloud von Phoenix Contact unterstützt. (Bild: Phoenix Contact)

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Wer kennt den Werbeslogan „Wer hat’s erfunden?“ nicht, der seit 1993 im Fernsehen und Radio gesendet wird und das Schweizer Unternehmen Ricola bekannt gemacht hat. Dass sich die Tradition des Kräuterzuckers und moderne Technologien nicht ausschließen, zeigt der Einsatz der Cloud-Lösung von Phoenix Contact.

Die 1930 als Confiserie Richterich & Compagnie im nordwestschweizerischen Laufen gegründete Ricola befindet sich auch in der dritten Generation im Familienbesitz. Als Pionier im naturgemäßen Kräuteranbau exportiert das Unternehmen 90 Prozent seiner Kräuterspezialitäten in mehr als 50 Länder. Umsatzstärkste Märkte sind die USA, Deutschland, Frankreich, Italien und die Schweiz. Die 400 internationalen Mitarbeiter erzielen so einen jährlichen Umsatz von rund 300 Millionen Schweizer Franken. Neben der Tradition steht Ricola ebenfalls für moderne Produktionsanlagen und innovative Produktideen.

Die Entwicklung neuer Bonbons und Erschließung weiterer Märkte ist oftmals mit einer zusätzlichen Zertifizierung der Erzeugnisse verbunden. Der Verkauf in den USA erfordert beispielsweise die Erfüllung der hohen FDA-Anforderungen (Food & Drug Administration). Für die damit einhergehende lückenlose Dokumentation von Lager- und Produktionsprozessen nutzt Ricola die Möglichkeiten des Cloud Computing.

Zahlreiche Unternehmen sehen in dieser Technologie eine schwer greifbare Vision. Durch die zunehmende Vernetzung von intelligenten Internet-fähigen Geräten und den daraus gewonnenen Daten sollen sich Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, doch die konkrete Umsetzung und der sich ergebende Nutzen sind noch unklar. Wie eine wirtschaftliche Lösung aussehen kann, zeigt die Kombination bewährter Automatisierungstechnik mit der Proficloud von Phoenix Contact.

Standortübergreifende Weiterleitung von Zustandsdaten

Der Industrial-Ethernet-Standard Profinet erlaubt die Realisierung vielfältiger Automatisierungskonzepte – vom Maschinenbau und der Fertigungstechnik über die Prozess- und Gebäudeautomation bis zur Antriebstechnik. Das echtzeitfähige Übertragungsprotokoll verwendet dazu den TCP/IP-Kanal sowie IT-Standards und bindet neben Feldbus- ebenso cloudbasierte Systeme ein. Durch den Einsatz der Proficloud-Technologie lassen sich jetzt Profinet-Netzwerke der Automatisierungstechnik – wie sie Ricola betreibt – mit dem Internet koppeln. Damit stehen dem Anwender die unbegrenzten Möglichkeiten des Internet of Things (IoT) zur Verfügung.

Was hat das IoT aber mit der Herstellung von Kräuterspezialitäten zu tun? Die Ricola-Kräuter werden von rund 100 Kräuterbauern in fünf Regionen im Schweizer Berggebiet angebaut. Jährlich werden 1400 Tonnen Kräuter verarbeitet, die optimal zu lagern und zu verarbeiten sind. Deshalb befinden sich sowohl die Verwaltung als auch die Lager- und Produktionsstätten in Laufen, allerdings in verschiedenen Ortsteilen.

Die dezentrale Anordnung der einzelnen Gebäude bedeutet, dass relevante Informationen möglichst kostengünstig zwischen ihnen ausgetauscht werden müssen. Außerdem sollte die Lösung in die bestehende Automatisierungstechnik integriert werden. Daniel Bhend, Bereichsleiter Technik/Engineering bei Ricola, hat daher mit seinem Team und Mitarbeitern von Phoenix Contact Schweiz eine effiziente Lösung erarbeitet: Zum Datenaustausch über weite Strecken wird eine Kombination aus standardisierten Kommunikationsprotokollen der Automatisierungstechnik und das Internet genutzt.

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