ACHEMA 2009

Die ACHEMA bleibt auf der Erfolgsspur

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Gleicher Stand wie 2006

Doch trotz solcher Zahlen hält die ACHEMA Kurs. Die Ausstellerzahlen (3694) sowie die belegte Standfläche (134000 m2) sind fast auf dem gleichen Niveau wie 2006, und alle Indizien sprechen dafür, dass die Veranstalter auch bei den Besucherzahlen keinen Einbruch erleben werden. „Trotz der schwierigen Begleitumstände bleiben uns die Aussteller treu, und wir sind dafür sehr dankbar“, erklärt Dechema-Geschäftsführer Dr. Gerhard Kreysa.

Traditionell bilden die Pumpen, Kompressoren und Armaturen den größten Bereich, und das ist auch 2009 so. Es folgen die Labor- und Analysentechnik, die Thermischen und die Mechanischen Verfahren sowie der Anlagenbau und die Pharma-, Verpackungs- und Lagertechnik. Wer eine Anlage plant, findet vom Gesamtverfahren bis zur Armatur, von der Steuerungstechnik bis zur Analytik alles auf dem aktuellsten Stand.

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Nachwachsende Rohstoffe und mehr

Die Querschnittsthemen, welche die ACHEMA seit drei Jahrzehnten prägen, haben an Aktualität noch dazu gewonnen: Wer sich zu Biotechnologie und Umweltschutz informieren möchte, findet jeweils etwa 1000 Aussteller, die sich in diesen Bereichen engagieren. Das Thema der diesjährigen Sonderschau berührt beide: „Chemie und Biotechnologie nachwachsender Rohstoffe“ und sei nur folgerichtig, befindet Dr. Thorsten Gabriel von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Bereits jetzt ist Biomasse ein wichtiger Energieträger in ganz Europa, 70 Prozent der erneuerbaren Energien stammen aus dem Wald oder von Energiepflanzen, die auf dem Acker wachsen. Aber der Einsatz nachwachsender Rohstoffe erschöpft sich nicht in der Funktion als Energieträger, auch die Chemie kann profitieren. Von den aktuell sechs Förderschwerpunkten der Agentur sind drei relevant für den chemisch-technischen Bereich. Ein Fokus der Förderung setzt darauf, nachwachsende Rohstoffe an der Basis und in der Mitte der Produktketten zu etablieren und so die Stoffkaskaden der Chemie zu bereichern. „Die Wertschöpfung steckt hier im Verborgenen“, betont Gabriel.

Ein etwas anderer Rennwagen

Publikumträchtigstes Projekt ist das im Rahmen der Sonderschau zu besichtigende Bioconcept-Car, ein Langstreckenrennwagen, dessen nicht tragende Karosserieteile wie Türen, Hauben oder Spoiler aus naturfaserverstärkten Biopolymeren aus Flachs und Leinölacrylat bestehen. Naturfaserverstärkte Kunststoffe werden als Baustoff im Innenraum von Autos, z.B. in den Türverkleidungen, schon seit vielen Jahren eingesetzt. „Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass die pflanzenbasierten Materialien auch in Extrembereichen gut mithalten können“, erklärt Gabriel.

Forschungsförderung, wie sie etwa die FNR betreibt, sieht auch Oberholz als probates Mittel gestärkt aus der Krise herauszukommen. Er warnt allerdings davor, Gelder mit der Gießkanne auszuschütten. Besser sei es, in ökologisch und ökonomisch sinnvolle Programme zu investieren. „Die Idee von der +2° Gesellschaft darf nicht auf dem Altar der Wirtschaftskrise geopfert werden“, mahnt er.

Die bevorstehende ACHEMA wird vielleicht auf solche und ähnliche Fragen Antworten geben und ist eine gute Gelegenheit für jeden, Ideen zu sammeln, der neue Ansätze zur Energie- und Rohstoffversorgung sucht.

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