Allianz Risk Barometer 2017

Die 10 Top-Risiken für Unternehmen

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Daten, Patente und spezifisches Wissen geraten zunehmend in das Visier von Cyberkriminellen. Cybervorfälle gehen mittlerweile weit über Hackerangriffe und Datenmissbrauch hinaus und gefährden digital vernetzte Unternehmen in doppelter Hinsicht:

Sie können nicht nur selbst Opfer werden, sondern auch indirekt betroffen sein, wenn kritische Infrastruktureinrichtungen wie Telekommunikation, Strom oder Wasser angegriffen und lahmgelegt werden. Neben Cyberkriminalität kann auch technisches oder menschliches Versagen grössere System- und Betriebsausfälle auslösen: In einer Industrie-4.0-Produktionswelt vermag bereits ein Datenverarbeitungsfehler die Fertigung zum Stillstand zu bringen.

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Betriebsunterbrechungen etwa durch Feuer zählen zu den Top-Risiken

Betriebsunterbrechungen (BU) führen das Allianz Risk Barometer seit fünf Jahren unverändert an (37 % der Antworten weltweit). BU infolge eines Feuers, einer Explosion oder der einer Naturkatastrophe können für Unternehmen zu grossen finanziellen Verlusten führen. Verstärkt ins Blickfeld geraten neue Auslöser, die ohne eigentlichen Sachschaden den Betrieb stillstehen lassen oder zumindest Umsatzeinbussen verursachen – beispielsweise Cyberangriffe, Streik, politische Gewalt und Terroranschläge oder Lieferantenausfälle.

Die digitale Vernetzung von Unternehmen, Lieferketten und Maschinen verschärft die Auswirkungen von BU, da sie sich von einem Unternehmen aus schnell grossflächig über Regionen oder Branchen ausbreiten und vielerorts Ausfallschäden verursachen können.

Marktentwicklungen und regulatorisches Umfeld

Marktentwicklungen (31 % der Antworten weltweit) gelten weltweit als zweitwichtigstes Unternehmensrisiko im Jahr 2017, in Deutschland belegen sie Platz 3. In den Branchen Luftfahrt, Finanzdienstleitung, Schifffahrt und Transport gelten Marktentwicklungen sogar als grösstes Geschäftsrisiko.

Auch das regulatorische Umfeld hat für die deutsche Wirtschaft einen hohen Stellenwert. Um rechtzeitig auf unerwartete rechtliche Veränderungen (Platz 4 im deutschen Ranking) reagieren zu können, müssen Unternehmen politische Vorhaben und deren Umsetzung genauer verfolgen und dafür mehr Ressourcen aufwenden.

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