Wasserversorgung Dezentralisiertes, peripheres Logikmodel als Automatisierungskonzept

Autor / Redakteur: Oliver Vogel / Dr. Jörg Kempf

Lesen Sie, wie ein spanisches Wasserversorgungsunternehmen mit der Prozesstechnologie von Rockwell Automation bei Fehlern und Ausfällen seine Infrastruktur mithilfe alternativer Betriebsarten jetzt effektiver und flexibler steuern kann.

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Emasesa betreibt zahlreiche Anlagen, die über Automatisierungssysteme aus der Ferne gesteuert werden.
Emasesa betreibt zahlreiche Anlagen, die über Automatisierungssysteme aus der Ferne gesteuert werden.
(Bild: Rockwell Automation)

Das spanische Unternehmen EMASESA (Empresa Metropolitana de Abastecimiento y Saneamiento de Aguas de Sevilla) wurde 1974 gegründet, um Anlagen für die Wasserversorgung über den kompletten Wasserkreislauf hinweg zu betreiben, zu warten und zu verwalten. Dazu zählen: Trinkwassererzeugung, Beschaffung, Bereitstellung, Behandlung und Verteilung sowie Dränage, Entsorgung, Aufbereitung, Reinigung, Ableitung sowie Recycling von Flüssigkeiten und Klärschlamm.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Sevilla und betreibt Nebenstellen in verschiedenen Nachbarstädten. Darüber hinaus versorgt es 26 Kommunen in den Regionen Aljarafe und Guillena – Las Pajanosas mit unbehandeltem Rohwasser. Zudem ist das Unternehmen in den meisten Gemeinden der Provinz Sevilla für die Klärung und Reinigung des Abwassers zuständig.

Da diese Anlagen nicht ständig mit Personal besetzt sind, können die Prozesse über Automatisierungssysteme aus der Ferne gesteuert werden. Weitere Kommunen und Aufgaben wurden dem Unternehmen zugeteilt: die Ver- und Entsorgung in weiteren Gemeinden, der Bau von Gebäuden für neue Anlagen sowie die Erneuerung von Steuerungs- und Betriebsanlagen in der bestehenden und zum Teil veralteten Infrastruktur.

Vor diesem Hintergrund wurde ein neues Managementmodell für die Automatisierungssysteme benötigt. José Manuel Barrera Cuadra, Manager of Control Systems Development and Management bei Emasesa, erläutert die Aufgaben: „Das neue Modell sollte die Automatisierung neuer Prozesse während der Entwicklung, Ausführung und Inbetriebnahme möglichst vereinfachen, standardisieren und optimieren. Dabei ging es uns auch um Kosteneinsparungen und geringere Abweichungen bei der Überwachung und Inbetriebnahme.“

Neben der Kontinuität sollte das neue System auch für weniger Ausfallzeiten, besseren Datenzugriff durch Scada-Informationssysteme sowie für mehr Konsistenz und Übersichtlichkeit beim Umgang mit Ersatzteilen sorgen und nicht zuletzt zu einem effizienteren Einsatz von Personal und technischen Ressourcen führen. „Wir wollten neben dem effizienten und flexiblen Betrieb aller Anlagen auch alternative Betriebsarten zur Verfügung haben, um auf Fehler und Ausfälle im System reagieren zu können“, so Cuadra weiter.

Die Herausforderung bestand dabei darin, ein Automatisierungssystem zu entwickeln und einzuführen, das alle diese Ziele effizient erfüllen konnte. Aus diesem Grund entschieden sich die Spanier für die dezentralisierten und peripheren Prozessautomatisierungssysteme von Rockwell Automation.

Die Lösung von Rockwell sowie die Ergebnisse stellen wir auf der nächsten Seite vor.

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