VCI-Studie zu weltweiten Chemiemärkten 2010

Deutschland ist erneut Exportweltmeister von Chemikalien

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Verschiebungen im Chemiegeschäft spiegeln sich auch im Chemieverbrauch wider

Der Chemieverbrauch verteilt sich ähnlich wie die Umsätze auf die Regionen der Welt. Asien verbraucht laut VCI-Studie inzwischen fast die Hälfte der Chemieerzeugnisse weltweit. Europa folgt mit einem Anteil von rund einem Viertel, NAFTA mit einem Fünftel. Die Wachstumszentren der Chemienachfrage haben sich von Westeuropa in die Schwellenländer Asiens, allem nach China und Indien, und auch wieder verstärkt in die Länder Lateinamerikas verschoben. Mit der dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre in diesen Ländern und dem zunehmenden Einkommen pro Kopf steigt auch der Chemieverbrauch. Der Verbrauch chemischer Erzeugnisse pro Kopf liegt in den Schwellenländern aber immer noch weit unter dem Verbrauch der Industrieländer. In China beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch beispielsweise nur knapp 600 Euro, in den USA dagegen über 1.800 Euro. Damit ist in den Schwellenländern noch erhebliches Steigerungspotenzial vorhanden. Investitionen in ausländische Produktionsstätten und M&A-Aktivitäten würden durch diese Verschiebung attraktiver, das weltweite Handelsvolumen steigt und die internationale Arbeitsteilung wird immer ausgeglichener, bewertet der VCI die Situation.

Der Ausbau der Produktionskapazitäten wurde und wird in Asien besonders vorangetrieben. Die bevölkerungsreichsten Länder der Erde – China, Indonesien und Indien – sind dabei die am schnellsten wachsenden Chemieproduzenten. Die Länder im Nahen Osten profitieren besonders von den günstigen Rohstoffvorkommen und verstärkten Investitionen im Grundstoffbereich. Bei den osteuropäischen Staaten erzielten Polen, Slowenien und Litauen überdurchschnittliche Wachstumsraten.

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