VCI-Studie zu weltweiten Chemiemärkten 2010

Deutschland ist erneut Exportweltmeister von Chemikalien

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Industriestaaten verlieren Weltmarktanteile

Mit dem Aufbau neuer Kapazitäten und einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit konnten die Schwellenländer ihre Weltmarktanteile in den letzten zehn Jahren deutlich steigern.

Den größten Zuwachs konnte die Volksrepublik China verbuchen. Im Vergleich zu 2000 konnte sie ihren Weltmarktanteil um über 16 Prozentpunkte ausbauen und überholte damit 2004 Deutschland, 2005 Japan und steht seit letztem Jahr auf Platz 1 weltweit. Auch einige andere asiatische Staaten wie Indien und Indonesien zählen zu den Gewinnern im weltweiten Chemiegeschäft.

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Die erdöl- und erdgasreichen Länder im Nahen Osten haben in den letzten Jahren begonnen, eine starke Grundstoffchemie aufzubauen, so dass ihre Weltmarktanteile in den nächsten Jahren vermutlich noch steigen werden.

Die Weltmarktanteile der traditionellen Chemieproduzenten nahmen dagegen weiter ab. Den größten Rückgang mussten Japan und die USA verkraften. Dort sanken im 10-Jahres-Vergleich die Weltmarktanteile um 5,4 bzw. 8,3 Prozentpunkte. Auch die deutsche Chemie verlor gegenüber 2000 Weltmarktanteile. Der Weltmarktanteil sank um 1,5 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent im Jahr 2010.

Die Verschiebung von Marktanteilen ist laut VCI die natürliche Folge des Aufholprozesses der Schwellenländer. Im Industrialisierungsprozess wachse dort der Umsatz mit Chemiewaren dynamischer als in bereits industriealisierten Ländern. Der Verlust von Europa und Nordamerika bedeute demnach nicht, dass der Umsatz hier nicht mehr wachse, das Wachstum falle nur einfach langsamer aus.

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