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Weltmaschinenumsatz 2015 Deutschland hält Platz 3 bei weltweiten Maschinenumsatz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Nach ersten Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der globale Maschinenumsatz im Jahr 2015 um nominal 10 % auf ein neues Rekordniveau von 2570 Milliarden Euro. Der deutsche Maschinenbau konnte seinen dritten Platz im Weltranking mit einem Gesamtumsatz von 260 Milliarden Euro verteidigen.

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Der Maschinenumsatz in China ist fast so hoch wie in der EU und den USA zusammen.
Der Maschinenumsatz in China ist fast so hoch wie in der EU und den USA zusammen.
( © James Thew - Fotolia)

Frankfurt – China ist mit 983 Milliarden Euro der mit Abstand größte Maschinenproduzent, gefolgt von den Vereinigten Staaten (368 Milliarden Euro). Japan reiht sich mit 234 Milliarden Euro auf Platz vier ein. Das Umsatzvolumen der in China ansässigen Unternehmen ist nur geringfügig niedriger als das Volumen von EU und USA zusammen.

Allerdings verzerrten Wechselkurseffekte die Ergebnisse deutlich. Um Währungs- und Preiseffekte bereinigt, stagnierte der Weltumsatz. Dazu trug insbesondere die Aufwertung des Dollar in Relation zum Euro um fast 20 % bei. Der chinesische Renminbi legte um rund 17 % gegenüber dem Euro zu, der japanische Yen um mehr als 4 %. Aber auch die Währungen weiterer Maschinenbauländer werteten zum Teil zweistellig gegenüber dem Euro auf.

Durch die Kurssteigerungen wurde das Umsatzvolumen der Aufwertungsländer in Euro aufgebläht. Es kam in der Mehrzahl der Aufwertungsländer allein schon wechselkursbedingt zu Zuwachsraten im Vorjahresvergleich. Aber auch das Gegenteil trat ein: Für Russland und Brasilien fällt der Umsatzrückgang in Euro gerechnet noch heftiger aus, da hier die jeweilige Landeswährung 2015 gegenüber der Gemeinschaftswährung deutlich abwertete.

Weltweite Investitionsgüternachfrage enttäuschte abermals

Die um Preis- und Wechselkurseffekte bereinigte globale Entwicklung im Maschinenbau 2015 spiegelt dagegen das bekannte, enttäuschende Bild einer sich schwach entwickelnden weltweiten Nachfrage wider. Während in China die Umsätze real um lediglich 2 % stiegen, stagnierten sie in den USA und Deutschland und sanken in Japan sogar um 1 %. Der italienische Maschinenbau – die Nummer fünf in der Welt - konnte nach drei Jahren preisbereinigt rückläufiger Umsätze 2015 erstmals ein kleines Plus von 1 % generieren.

China konnte 2015 seine Ausnahmestellung im globalen Maschinenbau zwar abermals behaupteten: Die in China ansässigen Unternehmen verkauften Maschinen und Anlagen im Wert von 983 Milliarden Euro. Ein preis- und wechselkursbereinigtes Umsatzplus von 2 % ist jedoch die schwächste Wachstumsrate seit Ende der Neunziger. In der Euro-Betrachtung kommt es aufgrund der Währungsaufwertung 2015 dagegen zu einem Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil des Landes am Weltumsatz liegt nun bei 38 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 betrug der Anteil gerade einmal 11 %. Ausländische Unternehmen, die in China produzieren, sind Teil dieser chinesischen Wachstumsstory.

Deutschland ist mit rund 260 Milliarden Euro Umsatzvolumen nach wie vor drittgrößter Standort im globalen Maschinen- und Anlagenbau. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um nominal 2 %. Preisbereinigt stagnierte er auf dem Niveau des Vorjahres. Die sukzessive Verringerung des deutschen Weltanteils muss auch im Zusammenhang mit der lang anhaltenden Schwäche des europäischen Absatzmarktes sowie dem Aufbau von Fertigungskapazitäten an anderen Standorten – insbesondere in Asien – gesehen werden.

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