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Deutscher Umweltpreises 2016 Deutscher Umweltpreis: Auszeichnung für Baustoff-Recycling

| Redakteur: Gabriele Ilg

Ende Oktober haben in Würzburg aus der Hand von Bundespräsident Joachim Gauck der Unternehmer Bas van Abel (Amsterdam) sowie die Wissenschaftlerin Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke (Cottbus) und der Unternehmer Walter Feeß (Kirchheim/Teck) den größten und unabhängigen Umweltpreis Europas in Empfang genommen.

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Einer Träger des Deutschen Umweltpreises 2016: Walter Feeß
Einer Träger des Deutschen Umweltpreises 2016: Walter Feeß
(Bild: © DBU/Himsel/Weisflog/Auerbach)

Der Preis war mit insgesamt 500 000 Euro dotiert. Neben Bas van Abel (Fairphone) und Prof. Dr.-Ing. Angelika Mettke (nachhaltiges Bauen) kam der dritte Preisträger aus dem Baustoff-Recycling.

Die von Feeß produzierte Recycling-Gesteinskörnung wird anteilig in den Frischbeton eingearbeitet, statt neu abgebauten Kies oder anderes mineralisches Material zu verwenden.

Walter Feeß arbeitet seit vielen Jahren mit seinem Erdbauunternehmen Heinrich Feeß an der Entwicklung und Weiterentwicklung moderner Methoden des Bauschuttrecyclings. Er gilt bundesweit in der Branche als Unternehmer, der vorbildlich ökologisch sinnvolle Teilbereiche der Kreislaufwirtschaft in ökonomisch realistische Techniken umsetzt. Das in seinem Betrieb weiterentwickelte Verfahren zur Aufbereitung von Bauabfällen und zum Trennen und Waschen von Boden- / Bauschuttgemischen ist besonders ressourcenschonend. Damit lassen sich bedeutende Mengen einer Wiederverwertung zuführen. Primärrohstoff-Ressourcen werden auf diese Weise geschont, Deponien entlastet.

Bereits vor 20 Jahren habe er den Grundstein für ein innovatives Verfahren gelegt, bei dem Altbeton geschreddert und zu kleinteiligem Material – der so genannten rezyklierten Gesteinskörnung – verarbeitet werde. Dieses werde im Austausch gegen neu abgebauten Kies oder anderes mineralischen Material anteilig in den Frischbeton eingearbeitet. „Mit innovativem Unternehmergeist entwickelte Walter Feeß als Pionier Recycling-Baustoffe aus Altbeton und Bauschutt. Damit ist es ihm gelungen, eine umweltfreundlichere und marktfähige Alternative zu herkömmlichen Produkten zu schaffen. So kann Bau-Rohstoff gespart und wertvoller Boden geschont werden“, betonte Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich der Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2016. 

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