Packmittellogistik Deutscher Logistik-Preis für Merck

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Den Deutschen Logistik-Preis 2012 hat die Bundesvereinigung Logistik (BVL) dieses Merck zuerkannt. Die Jury zeichnete das Unternehmen für das Projekt „Packmittellogistik at its best – Innovative Packmittelprozesse am Standort Darmstadt“ aus.

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Teammitglieder von Merck freuen sich zusammen mit Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL, (links) und Prof. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL, (rechts).
Teammitglieder von Merck freuen sich zusammen mit Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL, (links) und Prof. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL, (rechts).
(Bild: BVL)

Berlin – In seiner Laudatio begründete der Juryvorsitzende Prof. Bernd Gottschalk die Entscheidung: „Es hat die Jury überzeugt, wie nachhaltig Merck die eigenen Abläufe und die seiner Lieferanten auf den Prüfstand gestellt und verändert hat. Es wurde Überzeugungsarbeit geleistet, und Strukturen wurden einvernehmlich verändert. Um das Ziel einer Effizienzsteigerung zu erreichen, wurde in Informationstechnologie und die Qualifizierung der Mitarbeiter investiert, die so die veränderten Aufgaben kompetent bewältigen können.“ Hinsichtlich Analyse, Strategie, Kommunikation und der erforderlichen Investition sei das Projekt mustergültig aufgesetzt und realisiert worden.

Ausgangssituation in Darmstadt

Die Ausgangssituation am Standort Darmstadt war das Ergebnis eines historisch gewachsenen Prozesses, der von hohem Sicherheitsdenken geprägt war. Die internen Abläufe waren kompliziert und personalintensiv:

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  • Merck verwendet 3500 Packmittel für den Vertrieb von über 30 000 Artikeln.
  • Gelagert wurden diese in einem speziell eingerichteten Lager mit einer Kapazität von 4500 Palettenplätzen sowie in einer Vielzahl von Überseecontainern. Die Lagerhalle stand nach kurzer Zeit durch Rückbau nicht mehr zur Verfügung.
  • Diese Lagerflächen reichten häufig nicht aus, so dass die Bereitstellungsflächen vor den Lagergebäuden für die Zwischenlagerung von Warenlieferungen eingesetzt werden mussten.
  • Jede Anlieferung wurde in Quarantäne gebucht und einer Qualitätsstichprobe unterzogen.
  • Dieser Prozess dauerte bis zu drei Wochen, und erst danach standen die Packmittel für ihre eigentliche Verwendung zur Verfügung.
  • Die Bestandführung war oft ungenau, denn die Verbräuche wurden nicht immer zeitnah verbucht.

Am Anfang des Projektes stand die Gründung des zentralen Kompetenzzentrums Packmittelmanagement, das die Expertise der Packmitteleinkäufer, der Packmittelentwickler und der Qualitätsprüfer bündelt. In interdisziplinären Arbeitsteams wurden darüber hinaus die Funktionen Lager, Transport, IT, Produktion, der Einkauf und die externen Lieferanten einbezogen. Die Bestell- und Lieferabwicklung wurde einvernehmlich mit diesen auf Electronic Data Interchange umgestellt. Hinzu kam der Abschluss von Qualitätssiche-rungsverträgen mit den Lieferanten. Diese regeln die Art und den Umfang der Musterziehungen, Qualitätssteuerung, Prozessfähigkeit, Auditierung und die Haftung bei reduzierter Wareneingangsprüfung. Dies ermöglichte es Merck, die eigenen Qualitätsprüfungen im Detail deutlich zu reduzieren.

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