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Deutscher Anlagenbau glänzt mit Auftragsrekord

24.09.2008 | Redakteur: Marion Henig

Dieter Rosenthal, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im VDMA: „Der vier Jahre andauernde Boom im Großanlagenbau hat sich 2008 fortgesetzt und wird sich auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich abschwächen.“
Dieter Rosenthal, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im VDMA: „Der vier Jahre andauernde Boom im Großanlagenbau hat sich 2008 fortgesetzt und wird sich auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich abschwächen.“

Die Mitgliedsfirmen der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) verbuchten im Zeitraum Juli 2007 bis Juni 2008 mit 36,1 Milliarden Euro einen Auftragsrekord. Auch das Inlandsgeschäft zieht wieder deutlich an.

Frankfurt – „Die Nachfragedynamik hat unsere Anfang des Jahres bestehenden Erwartungen übertroffen“, kommentierte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau (AGAB) Dieter Rosenthal das hervorragende Ergebnis. Im Vergleich zu 2007 ergibt sich ein Plus um zwölf Prozent oder knapp vier Milliarden Euro.

Auslandsbestellungen nähern sich der 30-Milliarden-Euro-Marke

„Träger dieser Entwicklung war die wiederum sehr lebhafte Auslandsnachfrage, die mit 29 Milliarden Euro einen Höchstwert erreichte“, teilte Rosenthal mit. Die Exportquote lag bei 80 Prozent. Die Industrieländer waren mit Bestellungen von 10,3 Milliarden Euro die wichtigste ausländische Kundengruppe. Hohe Ordereingänge kamen ferner aus der Asien-Pazifik-Region, der GUS und Südasien. Bedeutendstes Kundenland im Berichtszeitraum war erneut China mit Buchungen von 2,9 Milliarden Euro. „Der industrielle Nachholbedarf in der Volksrepublik ist so immens, dass das Land auch mittelfristig ein wichtiger Markt für den deutschen Großanlagenbau bleiben wird“, ist sich Rosenthal sicher.

Russland – Zukunftsmarkt für den deutschen Großanlagenbau

Auch die Auftragseingänge aus Russland haben sich sehr positiv entwickelt. Die Bestellungen stiegen um 80 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Auf der Liste der wichtigsten Kundenländer machte Russland damit einen Sprung von Rang fünf auf Rang zwei. „In den kommenden Jahren rechnen wir mit einer weiterhin hohen und breit gestreuten Anlagennachfrage aus Russland und weiteren Ländern der GUS“, führte Rosenthal aus.

Inlandsgeschäft im Aufwind

Aber auch die Inlandsnachfrage ist erstmals seit drei Jahren wieder spürbar gewachsen. Die Bestellungen stiegen im Vergleich zu 2007 um 28 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Der Kraftwerksbau war die wichtigste Teilbranche. Die Buchungen von 3,3 Milliarden Euro übertrafen den Vorjahreswert um 83 Prozent.

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