VDMA Deutsche Wasser- und Abwassertechnik trotzt der Krise

Redakteur: Marion Henig

Entgegen dem allgemeinen Trend im Maschinen- und Anlagenbau spürt die Branche der „Wasser- und Abwassertechnik“ noch nichts von der Krise. Viele Mitgliedsunternehmen der VDMA-Fachabteilung rechnen auch für das Gesamtjahr mit einem positiven Geschäftsabschluss.

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Frankfurt – Die deutschen Exporteure von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung verzeichneten bei den Ausfuhren von Januar bis Juli 2009, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, nur leichte Einbußen von 6,9 Prozent auf rund 344 Millionen Euro gegenüber 369 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2008. Weltweit stärkste Exportmärkte waren, so der Vorsitzende der VDMA-Fachabteilung, Gottlieb Hupfer, Russland mit 33,1 Millionen Euro vor China mit 32 Millionen Euro. In den EU-27 Staaten fielen die Exporte um 7,5 Prozent auf 147 Millionen Euro. Stärkste Märkte in dieser Region waren Frankreich mit 24,7 Millionen Euro, gefolgt von Großbritannien mit 19,0 Millionen Euro.

Umsatz stieg 2008 auf 1,3 Milliarden Euro

2008 konnten die Hersteller und Lieferanten von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung einen Geräteumsatz von 1,3 Milliarden. Euro erzielen und im Exportgeschäft ihre Position im Spitzenfeld der internationalen Anbieter behaupten. Deutschland belegte mit 658 Millionen Euro bzw. einem Anteil von 23,7 Prozent in 2008 den zweiten Platz. Die USA hielten mit 684 Millionen Euro Export und einem Anteil von 24,7 Prozent an den weltweiten Ausfuhren von wasser- und abwassertechnischen Komponenten und Systemen Platz 1. Italien folgt auf Rang drei mit 289 Millionen Euro oder 10,4 Prozent.

Branche berichtet von guter Geschäftsentwicklung in den Jahren 2006 bis 2008

Übereinstimmend berichten die Mitgliedsunternehmen der VDMA-Fachabteilung Wasser- und Abwassertechnik von einer sehr guten Geschäftsentwicklung in den vergangenen drei Jahren. Insbesondere das Jahr 2008 war ein Boomjahr und sorgte für eine sehr gute Auslastung der Unternehmen, die sich auch noch positiv auf das Jahr 2009 auswirkte. Entgegen dem allgemeinen Trend im Maschinen- und Anlagenbau spürt die Branche der „Wasser- und Abwassertechnik“ noch nichts von der Krise. Das rührt auch daher, dass die Anbieter von Wasseraufbereitungs-, Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen nicht auf ein Produkt und eine Abnehmerbranche fixiert sind, sondern eine Vielfalt von Systemen und Lösungen, für fast alle Industriebranchen und viele kommunale Einsatzfelder, bereitstellen können.

Rund die Hälfte der Unternehmen erwartet im 2. Halbjahr 2009 einen Rückgang an Aufträgen

Entsprechend einer aktuellen Umfrage des VDMA-Fachverbandes Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate verteilten sich die Aufträge für die Hersteller und Lieferanten von Wasseraufbereitungs-, Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen seit dem 1. Januar 2009 auf die folgenden fünf wichtigsten Abnehmerbranchen:

  • öffentliche und private Ver- und Entsorger (30,52 Prozent)
  • chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie (10,70 Prozent)
  • metallbe- und verarbeitenden Industrie (10,00 Prozent)
  • Nahrungs- und Genussmittel- einschließlich Getränkeindustrie (6,87 Prozent)
  • Energieerzeugung- und Verteilung (5,96 Prozent).

62 Prozent der befragten Unternehmen verzeichneten unveränderte Kundenanfragen im 1. Halbjahr 2009. Für das zweite Halbjahr rechnen rund 48 Prozent der Unternehmen mit einer Abnahme der Auftragseingänge. Dagegen erwarten nur noch 35 Prozent der Befragten eine Zunahme bei den Auftragseingängen. Die Kapazitäten der Unternehmen sind im 2. Halbjahr 2009 durchschnittlich zu 79 Prozent ausgelastet. Zum 31.12.2009 rechnen rund 44 Prozent der Unternehmen mit einem unveränderten Personalstand gegenüber dem 30.06.2009.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahm der Umsatz bei 68 Prozent der befragten Unternehmen ab. 59 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen verzeichneten im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008 eine Abnahme des Geschäftsergebnisses. Die Erwartungen an einen insgesamt positiven Geschäftsabschluss des Jahres 2009 werden aber aufgrund von Auftragsüberhängen aus dem Vorjahr nach wie vor optimistisch eingeschätzt. Die Geschäftsaussichten werden sich im Industrieabwasserbereich auf dem Niveau von 2009 bewegen, mit leichten Wachstumstendenzen. Für den kommunalen Sektor rechnen die Unternehmen mit Auftragsrückgängen und hoffen, dass staatliche Förderprogramme im Umweltschutz, die Auftragslage stabilisieren.

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