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Umfrage zu Biopharmazeutika Deutsche Patienten vertrauen Ärzten bei der Entscheidung zwischen Original und Biosimilar

| Redakteur: MA Alexander Stark

Laut einer Studie des Biotechnologie-Unternehmens Amgen, sehen 83 % der Deutschen in Biosimilars eine Chance für das Gesundheitssystem: Sie erwarten geringere Arzneimittelkosten sowie einen breiteren Einsatz von innovativenTherapien. Bei der Therapieentscheidung zwischen Originalpräparat oder Biosimilar sind acht von zehn Deutschen jedoch überfordert und vertrauen ihrem Arzt.

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Biosimilars sind biologisch hergestellte Arzneimittel, die dem Originalpräparat ähneln und nach Ablauf des Patentschutzes des Originals entwickelt werden dürfen.
Biosimilars sind biologisch hergestellte Arzneimittel, die dem Originalpräparat ähneln und nach Ablauf des Patentschutzes des Originals entwickelt werden dürfen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

München – Biosimilars sind biologisch hergestellte Arzneimittel, die dem Originalpräparat ähneln und nach Ablauf des Patentschutzes des Originals entwickelt werden dürfen. Sie sind hinsichtlich ihrer Wirkung und Verträglichkeit gleichwertig mit den entsprechenden Originalprodukten. 34 Biosimilars sind heute in Europa zugelassen. Allein im Jahr 2017 kamen zehn neue biotechnologische Nachahmerprodukte hinzu, so die Zahlen des vfa bio, der Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen.

Obwohl die Teilnehmer der Umfrage in Biosimilars ein großes Potenzial erkennen, überwiegt die Skepsis: Mehr Nebenwirkungen und eine geringere Verträglichkeit bei Biosimilars befürchten fast 40 % der Befragten. 61  % bevorzugen das Originalpräparat. Oftmals (63 %) werden Nachahmerprodukte als vertrauenswürdiger bewertet, wenn das Pharmaunternehmen auch Originalpräparate herstellt.

Deutsche Patienten sind offen gegenüber innovativen Therapiemöglichkeiten, aber es fehlen ihnen die Kenntnisse zu Biopharmazeutika.
Deutsche Patienten sind offen gegenüber innovativen Therapiemöglichkeiten, aber es fehlen ihnen die Kenntnisse zu Biopharmazeutika.
(Bild: Amgen)

Die Umfrage zeige einen großen Informationsbedarf bei Verbrauchern auf, so Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer von Amgen. Sie seien offen gegenüber innovativen Therapiemöglichkeiten, aber es fehlen ihnen die Kenntnisse zu Biopharmazeutika - sowohl zu Originalpräparaten als auch zu Biosimilars.

Therapieentscheidung: Arzt ist der zentrale Ratgeber

Grundsätzlich sind die Deutschen gegenüber medizinischen Innovationen aufgeschlossen. Jeder Zweite zieht bei einer schweren Krankheit innovative Arzneimittel altbewährten Medikamenten vor. Aber auch bei leichten Erkrankungen setzen viele (36 %) auf neue Therapieansätze.

Hier ist der Arzt als wichtiger Berater gefragt: Mehr als jeder zweite Deutsche möchte von seinem Arzt umfassend über unterschiedliche Therapiemöglichkeiten informiert werden, die Wahl der richtigen Therapie aber selbst übernehmen. Nur 36 % überlassen diese Wahl ihrem Arzt. Die Entscheidung, ob der Patient das Biosimilar oder das Originalpräparat erhält, liege selbstverständlich beim Arzt, stellt der Geschäftsführer klar.

Zur Studie: Für die Studie "Einstellungen zu Prävention und neuen Therapieansätzen" wurden 1.000 Deutsche im Auftrag des Biotechnologie-Unternehmens Amgen repräsentativ zu Prävention und neuen Therapiemöglichkeiten, zu Forschung und medizinischem Fortschritt befragt. Die Befragung führte das Marktforschungsinstitut Toluna im August 2018 online durch.

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