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Studie: Papiersäcke Deutsche Papiersackindustrie geht von Wachstum in 2017 aus

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die deutsche Papiersackindustrie hat sich mit einem breiten Produktportfolio gut auf dem Markt positioniert und blickt optimistisch in die Zukunft. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet sie ein leichtes bis starkes Wachstum. Dies ist ein Ergebnis des dritten Branchenbarometers der Gemeinschaft Papiersackindustrie (Gem PSI).

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Neben einem Blick auf die aktuelle Geschäftslage, die Stimmung der Branche sowie auf aktuelle Trends, resümiert die Gem PSI das Jahr 2016.
Neben einem Blick auf die aktuelle Geschäftslage, die Stimmung der Branche sowie auf aktuelle Trends, resümiert die Gem PSI das Jahr 2016.
(Bild: Gem PSI)

Wiesbaden – Die Branchenvertreter sind mit ihrem Geschäftsergebnis in 2016 durchweg zufrieden, obwohl die deutsche

Papiersackindustrie die leicht rückläufige Absatzentwicklung aus 2015 nicht abwenden konnte. Sie lieferte 5,5 % weniger Tonnage der eingesetzten Rohstoffe als im Vorjahr aus. Damit erwirtschaftete sie einen um 3,2 % geringeren Umsatz.

Bei den Kunden hat sich in 2016 der Trend aus den vergangenen Jahren nach kleineren Gebinden von 20 kg bis hin zu 10 kg weiter bemerkbar gemacht. Zudem waren Sonderlösungen wie regensichere Verpackungen, besondere Lackierungen, Ventile oder hochwertige Drucke besonders gefragt. Das Qualitätsbewusstsein der Kunden nahm auch in anderen Bereichen zu: Sie legen mehr Wert auf Staubfreiheit als noch in den vergangenen Jahren.

Geschäftsaussichten für 2017

Trotz einer erwarteten Rohstoffknappheit blicken die Befragten zuversichtlich in das laufende Geschäftsjahr. 60 % gehen von einem verhaltenen bis starken Wachstum des deutschen Papiersackmarkts aus. 40 % rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung. Aufgrund der Entwicklung einer breiten Produktpalette mit Sonderlösungen, die sich an den Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden orientieren, fühlt sich die deutsche Papiersackindustrie gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Die größten Chancen für ein Wachstum erwarten die Branchenvertreter im Nahrungsmittelsegment. Tatsächlich hat die deutsche Papiersackindustrie in diesem Bereich von Januar bis April 2017 bereits einen Zuwachs von 9,9 % ausgelieferter Säcke im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfahren.

Bei den Vertretern der deutschen Papiersackindustrie nimmt das Marktsegment Nahrungs- und Futtermittel einen wichtigen Stellenwert im Papiersackgeschäft ein. Lebensmittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit, Hygieneschutz und nicht zuletzt der Preis sind in diesem Segment für die Kunden von besonderer Bedeutung. Durch Diversifizierungen auf Produktseite macht sich der generelle Trend hin zu kleineren Gebinden auch im Markt für Lebensmittel bemerkbar. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach kleineren Bestellmengen. Die Befragten geben außerdem an, dass ihre Kunden mehr Wert auf den Produktschutz und die Feuchtigkeitsbeständigkeit der Papiersäcke legen. Laut den Branchenvertretern wird der Kostenaufwand in diesem Segment in den nächsten fünf bis zehn Jahren steigen, da Kunden höhere Hygienestandards sowie die Durchführung intensiverer Audits erwarten.

Trotz der höheren Anforderungen bewertet die deutsche Papiersackindustrie ihre Wachstumschancen in diesem Segment positiv: Der Papiersack bietet in ihren Augen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und kann für verschiedene Einsatzszenarien konzipiert und angefertigt werden. „Dank neuer Produktentwicklungen und der Erfüllung der wachsenden Erwartungen konnte die Papiersackindustrie in den vergangenen Jahren bereits ein stetiges Wachstum in diesem Marktsegment erzielen“, sagt Gem PSI-Vorsitzender Alfred Rockenfeller. Mit weiteren Entwicklungen insbesondere von Hygienevorkehrungen im Produktionsprozess, einem verbesserten Qualitätsmanagement sowie Zertifizierungen wird die deutsche Papiersackindustrie ihre Marktposition in diesem Segment festigen.

Das gesamte Branchenbarometer stehthierzum Download bereit.

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