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Geschäftszahlen 1. Quartal 2017

Deutsche Chemieindustrie startet mit Umsatzwachstum in das Jahr 2017

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Umsätze von BASF, Bayer, Wacker Chemie und Clariant lagen deutlich über dem Vorjahrsquartal.
Die Umsätze von BASF, Bayer, Wacker Chemie und Clariant lagen deutlich über dem Vorjahrsquartal. (Bild: BASF/B. Kunz)

Die deutsche Chemieindustrie ist gut in das Jahr 2017 gestartet. BASF, Bayer und Wacker Chemie konnten ihre Umsätze im 1. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr ausbauen. Auch das Schweizer Chemieunternehmen Clariant verzeichnete ein starkes Umsatzplus.

Ludwigshafen, Leverkusen, München, Muttenz/Schweiz – Der Umsatz der BASF-Gruppe stieg im 1. Quartal 2017 um 19 % auf 16,9 Milliarden Euro. Die positive Mengenentwicklung der vergangenen Quartale setzte sich in allen Segmenten fort und führte zu einem Absatzanstieg von 8 %. Zudem erzielte BASF deutlich höhere Verkaufspreise (plus 8 %), vor allem im Segment Chemicals. Währungseffekte sowie das im Dezember 2016 von Albemarle übernommene Chemetall-Geschäft trugen ebenfalls zum Umsatzanstieg bei.

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Beim Ausblick auf das Gesamtjahr 2017 bleibt der Chemiekonzern weiterhin zurückhaltend. „Wir sehen nach wie vor erhebliche Risiken mit Blick auf die makroökonomische Entwicklung und das politische Umfeld“, sagte Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands von BASF. Bock rechnet mit einem Umsatzanstieg von 6 % und einem leicht wachsenden Ebit vor Sondereinflüssen: „Wir gehen davon aus, dass dieser Anstieg im oberen Bereich des Rahmens von bis zu 10 % liegen wird.“

Covestro beflügelt Bayer-Ergebnisse

Der Konzernumsatz von Bayer stieg im 1. Quartal um 11,7 % auf 13,244 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte (wpb.) entsprach das einem Plus von 9,4 %. Der Umsatz der Life-Science-Geschäfte belief sich auf 9,680 Milliarden Euro und lag damit wpb. um 4,9 Prozent über Vorjahr. „Bei Pharmaceuticals profitierten wir erneut von der sehr guten Entwicklung unserer Hauptwachstumsprodukte", erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann. Auch Consumer Health, Crop Science und Animal Health konnten den Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda steigern.

Covestro verzeichnete einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisschub. Aufgrund der Entwicklung von Covestro hob Bayer den Konzernausblick für 2017 an. Der Umsatz soll sich im laufenden Jahr nun auf etwa 51 Milliarden Euro erhöhen. Bisher ging man von mehr als 49 Milliarden Euro aus. Dies entspricht jetzt wpb. einem Anstieg im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich. Das Ebitda vor Sondereinflüssen soll nun im unteren Zehner-Prozentbereich wachsen.

Gutes Silicon- und Polyermergeschäfts bei Wacker

Wacker Chemie hat im 1. Quartal 2017 den Umsatz und das operative Ergebnis gegenüber den nach der Entkonsolidierung von Siltronic angepassten Werten des Vorjahres und des Vorquartals weiter ausgebaut. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.218,8 Millionen Euro. Das ist ein Plus von rund 8 %. Höhere Absatzmengen im Geschäft mit Siliconen und Polymerprodukten sind der wesentliche Grund für diesen Anstieg.

Die Konzernprognose für das Gesamtjahr 2017 hat Wacker auf Grund der Entkonsolidierung von Siltronic aktualisiert und die Vergleichswerte des Jahres 2016 angepasst. Der Umsatz wird 2017 weiterhin um einen mittleren einstelligen Prozentsatz höher erwartet als im Vorjahr. Das Ebitda wird dagegen auf vergleichbarer Basis ohne Sondererträge gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentwert zurückgehen.

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Clariant wächst in allen Geschätsbereichen

Clariant verzeichnete einen Umsatz von 1,602 Milliarden Schweizer Franken im ersten Quartal 2017. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 8 %. Das Umsatzwachstum geht auf einen Volumenanstieg in allen Geschäftsbereichen zurück und wurde durch Akquisitionen um weitere 3 % gesteigert. Care Chemicals und Plastics & Coatings konnten ihre robusten Wachstumstrends fortsetzen. Die Umsätze von Care Chemicals stiegen um 9 %, unterstützt durch ein Wachstum in den Bereichen Consumer Care und Industrial Applications. Der Umsatz von Plastics & Coatings stieg um 6 %, mit einer besonders starken Entwicklung in Europa. Insgesamt ging lediglich die Nachfrage in Lateinamerika im Vergleich zu den Vorjahreszahlen infolge einer vor allem in Brasilien schwächeren Wirtschaftslage um 5 % zurück.

Das Schweizer Unternehmen geht davon aus, dass die Wirtschaftslage in den Schwellenländern weiterhin herausfordernd bleibt und mit Volatilität verbunden sein wird. In den USA rechnet Clariant mit einem moderaten Wachstum, während das Wachstum in Europa voraussichtlich stabil bleiben wird.Trotz der auch weiterhin herausfordernden Wirtschaftslage ist man zuversichtlich, dass 2017 eine Verbesserung des operativen Cashflows, des absoluten Ebitda und der Ebitda-Marge vor Einmaleffekten erzielt werden kann.

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