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Freihandelsabkommen Deutsche Chemie-Manager fürchten härteren Wettbewerb durch TTIP

Redakteur: Matthias Back

Für die deutsche Chemieindustrie stehen die Zeichen auch 2015 weiter auf Wachstum. Das geht aus einer aktuellen Umfrage unter mehr als 300 Entscheidern der deutschen Chemiebranche hervor. Mehr als die Hälfte der Befragten erwartet Zuwächse bei Umsatz, Ergebnis und Cash Flow.

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Umfrage unter mehr als 300 Entscheidern der deutschen Chemiebranche: Branche wächst auch 2015 weiter, allerdings trübt sich die Stimmung ein.
Umfrage unter mehr als 300 Entscheidern der deutschen Chemiebranche: Branche wächst auch 2015 weiter, allerdings trübt sich die Stimmung ein.
(Bild: Sommai/Fotolia.com)

Mannheim/Köln – Die Chemiebranche soll auch 2015 weiter wachsen. Allerdings mehren sich die Zeichen dafür, dass die Unternehmen vorsichtiger werden – so plant etwa jedes dritte Großunternehmen, in den kommenden zwölf Monaten Stellen abzubauen. In Hinblick auf das geplante Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) sind die Meinungen geteilt: Die deutschen Chemie-Manager sehen das Abkommen überwiegend positiv, allerdings glauben sie auch, dass die US-Unternehmen davon mehr profitieren werden als die europäischen.

Ein Grund: Neben Vorteilen wie günstigeren Rohstoffen und einer breiteren Zulieferer- und Kundenbasis befürchten viele deutsche Chemie-Manager auch einen steigenden Druck auf ihre Umsätze und Margen durch steigende Importe von US-Konkurrenzprodukten. Erstaunlich wenige Unternehmen beschäftigen sich bereits mit dem Abkommen: Nur sechs Prozent der befragten Unternehmen haben in ihrem Unternehmen interne Arbeitskreise oder Fachausschüsse etabliert, um Konzepte für den Umgang mit TTIP zu erarbeiten.