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Testfeld für Explosionsprüfungen

Deshalb sind Erfahrung aus realen Tests bei Explosionsprüfungen so wichtig

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Explosionsschutz erfordert immer noch viele akribische Versuche, die unter den Augen von Profis ablaufen sollten.
Explosionsschutz erfordert immer noch viele akribische Versuche, die unter den Augen von Profis ablaufen sollten. (Bild: Rembe)

Die Markteinführung eines Produktes ist häufig mit einer langen Wartezeit für die Abnahme bei benannten Stellen verbunden. In einem neu gegründeten Rembe Technology Center prüft man nun Bauteile unter realen Bedingungen in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Durchführungen von Explosionsprüfungen zum Nachweis von Bauteilfestigkeiten, Explosions- und Brandversuchen sowie Druckproben sind ein kleiner Ausschnitt des Portfolios des neuen Rembe Research + Technology Center (kurz: RTC). Managing Director Roland Bunse ist in der Explosionsschutz-Branche seit vielen Jahren bekannt. Die Leistungen des RTC wurden bisher über die Rembe Safety + Control angeboten, allerdings wurde die Nachfrage nach Festigkeitsprüfungen, Nachweisen von Funktionssicherheiten und Druckproben so groß, dass nun eine eigene Gesellschaft gegründet wurde.

Innovative Lösungen sind gefordert

Zu den bisherigen Tests möchte Bunse aus Geheimhaltungsgründen wenig sagen: „Unsere Kunden kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Meist sind es entweder völlig neue Medien, zu denen es die üblichen Kennzahlen noch nicht gibt, oder es geht um neue Anwendungen, die so noch nicht in Regelwerken erfasst sind. Um in solchen Fällen einen nachweislich zuverlässigen aber auch wirtschaftlichen Explosionsschutz zu betreiben, empfehlen sich Tests unter kontrollierten Bedingungen, begleitet von Profis. Das bekommen die Kunden bei uns. Und wem die Wartezeit bei benannten Stellen bekannt ist, von denen es leider viel zu wenige in Deutschland gibt, der kommt lieber zu uns ins RTC.“

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Die aktuelle wirtschaftliche Ausgangslage fordert vom deutschen Maschinen- und Anlagenbau innovative Lösungen. Sowohl die Optimierung von Konstruktionen hinsichtlich Materialersparnis als auch eine effizientere Auslegung der Maschinen führt zu einer Reduzierung der Sicherheitsmargen bei Festigkeitsberechnungen. Die neuesten Generationen der FEM-Berechnung unterstützen den Konstrukteur hierbei besser denn je, aber der Nachweis auf dem realen Prüffeld ist durch nichts zu ersetzen. Ähnlich wie im Automobilbau die computergestützte Simulation im Vorfeld viel Geld und Zeit spart, ist der reale Crashtest unumgänglich. Da setzt das Know-how des RTC an. Jahrelange Erfahrung mit den dramatischen Auswirkungen von Explosionen und das Wissen um physikalische Grenzen von Bauteilen fließen in die Beratung im Vorfeld der Prüfung mit ein. Auch während des Prüfungsverlaufs können kurzfristig Korrekturen vorgenommen werden, die so eine wirtschaftliche Lösung der Aufgabenstellung realisiert.

In vielen Fällen ist das Explosionsereignis durch besondere bauliche Gegebenheiten oder verfahrenstechnische Besonderheiten wesentlich geringer als von der Norm vorgegeben. So konnten durch die Untersuchungen am RTC der Einsatz von sonst unumgänglichen Schutzmaßnahmen eingespart werden. Zwar fallen dadurch zunächst höhere Initialkosten an, diese amortisieren sich in der Serie schnell. Darüber hinaus ist ein geprüftes und gegebenenfalls zertifiziertes Produkt am Markt besser absetzbar und von höherer Wertigkeit.

Ausblick: Nicht nur im klassischen (Staub-) Explosionsschutz setzt sich diese Erkenntnis durch, sondern auch viele Bereiche der Energiegewinnung und/oder Energiespeicherung haben mit Spontanreaktionen zu kämpfen. Viele der Anwendungen sind neu und bedürfen einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung. Das RTC stellt diese Möglichkeiten zur Verfügung.

“Thinking out of the Box” ist eine der Stärken des RTC, denn viele der heutigen Standards wurden von Untersuchungen des RTC begleitet und waren einmal eine wissenschaftliche Sensation. Von diesem enormen Wissenspotenzial können alle Kunden des RTC profitieren.

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