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Bayer und Monsanto

Der Übernahmepoker hat begonnen!

| Autor: Anke Geipel-Kern

Jetzt beginnt das Pokerspiel: Monsanto lehnt Bayers Angebot ab und spekuliert offenbar auf einen höheren Preis – die erste Bewährungsprobe für den neuen Bayer-Chef.

Hugh Grant hat gesprochen. Der Monsanto-Chef lehnt das Angebot aus Leverkusen als zu niedrig ab und spielt damit den Ball an Bayer zurück.

Interessant ist allerdings, dass Grant die Idee eines Zusammenschlusses nicht in Bausch und Bogen ablehnt, sondern es geht ihm offensichtlich um einen höheren Preis und möglicherweise auch darum, Monsantos Strategie in Zukunft weiter mit bestimmen zu können.

Man glaube an den „substanziellen Vorteil einer integrierten Strategie“, sagt er. Allerdings bewerte das momentan Angebot den Wert Monsantos als zu niedrig und adressiere die möglichen finanziellen und regulatorischen Risiken nur ungenügend. Welche Risiken er genau meint, ließ er allerdings offen.

Eine Zeitangabe für die Fortsetzung der Gespräche lehnte Monsanto ab, ebenso wie weitere Kommentare.

Bayer bleibt dran

Bayer hingegen „sieht konstruktiven Gesprächen mit Monsanto zur geplanten Transaktion“ entgegen und bekräftigt, dass sein Angebot über 122 USD je Aktie in bar einen „ attraktiven und sicheren Wert für die Aktionäre von Monsanto darstellt“.

Bayer bietet 62 Milliarden US-Dollar für Monsanto

Bayer und Monsanto

Bayer bietet 62 Milliarden US-Dollar für Monsanto

23.05.16 - Bayer macht jetzt Nägel mit Köpfen und gibt weitere Details zum Monsanto-Angebot bekannt. 62 Milliarden Dollar sind die Leverkusener bereit zu zahlen. Klappt der Deal entsteht der größte Agrarkonzern der Welt, aber gleichzeitig könnte Bayer sich eine Menge Ärger einhandeln. lesen

Grant hat eine klare Strategie für Monsantos Zukunft

Hugh Grant gilt unter Marktbeobachtern als gewiefter Stratege. Die öffentliche Kritik an seiner Gentechnikstrategie perlt seit Jahren an ihm ab. Eine Rechtfertigung käme dem gebürtigen Schotten mit dem markanten Kopf niemals über die Lippen. Allerdings ist er auch kein Aufpeitscher sondern argumentiert sachlich und mit klarer Linie. In einem Interview (März 2016) mit dem amerikanischen Radiosender Here & More, verweist er auf die wachsende Weltbevölkerung und die Notwendigkeit mit gentechnischen Methoden den Hunger in der Welt zu besiegen.

Grant hat eine klare Strategie für sein Unternehmen. Er sieht Monsantos Zukunft u.a. im Saatgeschäft: „Aus unserem Chemiegeschäft wurde Biotechnologie und Biologie und das wandelt sich in ein Saatgeschäft," sagte er den beiden Journalisten. Monsanto werden sich in den nächsten zehn Jahren zu einem Lösungsanbieter für die Landwirtschaft entwickeln, der Biologie, Chemie und die intelligente Nutzung von Daten in der Landwirtschaft verbindet.

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