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Hannover Messe 2013

Der Pumpenplatz als Markt für Innovationen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Verdrängerpumpen: Beim Dosieren zählt die Präzision

Hermetisch dicht sind auch die Prozess-Membranpumpen von Lewa, beispielsweise die Dosier-Membranpumpe ecosmart für kleine bis mittlere Drücke und kleine Förderströme. Um parallel zu den hochwertigen Komponenten – dem Pumpenkopf aus Edelstahl (1.4404, Alloy 20), der PTFE-Sandwich-Membran, der Membranüberwachung und dem Membranschutzsystem (DPS) – einen weiten Einsatzbereich abzudecken, wurden vier Leistungsgrößen bis 300 l/h entwickelt. Als weitere Variante kommt ein Pumpenkopf aus PVC hinzu.

Die Prozessdosierpumpe Zentriplex von Prominent ist eine oszillierende Mehrzylinder-Prozessmembranpumpe mit hoher Leistung und hohem Wirkungsgrad bei geringem Grundflächenbedarf. Abweichend von der konventionellen Bauweise sind die Membrandosierköpfe und Hydraulikeinheiten sternförmig um das Triebwerk angeordnet. Fördereinheiten und Triebwerkseinheit sind platzsparend übereinander montiert.

Bei Netzsch stehen Verdrängerpumpen traditionell im Mittelpunkt. Bei der Drehkolbenpumpe mit dem schönen Namen Tornado treffe Servicefreundlichkeit auf Leistungseffizienz, wie der Anbieter betont. Während der Drehbewegung der Kolben berühren sich nur noch Gummi und Metall. Der verschleißintensive Kontakt zwischen Gummiteilen ist ausgeschlossen. Durch die Umkehrung der Materialen zwischen den statischen und den dynamischen Bauteilen sind die Elastomerteile einer geringeren dynamischen Belastung durch plastische Verformung ausgesetzt.

Bei den Schlauchpumpen des Typs SPX von Axflow handelt es sich um industrielle Hochdruck-Schlauchpumpen in Duplex-Ausführung. Die direkt gekuppelten Schlauchpumpen bieten Anwendern hohe Standzeiten bei geringen Wartungs- und Stillstandszeiten. Das Leistungsspektrum reicht bis 80 m³/h bei maximalen Gegendrücken bis 16 bar. Die Möglichkeit des Verpumpens extrem hoher Feststoffkonzentrationen beispielsweise für Abwasseranwendungen – dreimal höher als bei Zentrifugalpumpen möglich – reduziert die benötigte Durchflussrate um 65 bis 70 % bei gleicher Fördermenge an Schlamm. Das bedeutet: Ein geringerer Energieaufwand, weniger Prozesswasser, höhere Effizienz beim Filtern.

Die schonende Behandlung der Produkte, der nahezu pulsationsfreie, regulierbare Förderstrom, das Selbstansaugvermögen und die Einsatzmöglichkeit zur Förderung flüssiger, nicht homogener und hochviskoser Produkte: Exzenterschneckenpumpen haben viele Vorteile. Die Aggregate von Kiesel zeichnen sich durch Spezialrotoren mit äußerst großer Exzentrizität aus. Sie fördern das Produkt auf diese Weise mit geringstmöglicher Pressung sehr schonend.

Fazit

Pumpen stehen immer mehr in der Pflicht, sich in den Prozess einzubringen – als reagierende Systemkomponente ebenso wie als aktives Element. Die Diskussionen auf dem Pumpenplatz der Hannover Messe werden zeigen, ob das Angebot der Anbieter die Erwartungen der Betreiber trifft.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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