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Wie moderne Isolierungen die Energieeffizienz steigern

Der Anlage neue Kleider – Gut gedämmt ist halb gespart

| Autor: Wolfgang Ernhofer

„Die größte technische Herausforderung in Bestandanlagen ist oft der vorhandene Platz“, sagt Geiger, der das Projekt gut kennt. Die verwendeten Drahtnetzmatten aus Ultimate – einem speziellen Dämmstoff von Isover – haben es dem amerikanischen Chemiekonzern so angetan, weil sie trotz anfänglich höherer Kosten energieeffizient und wirtschaftlich sind. Deswegen bestimmte Dow sie zur Referenz für alle späteren Modernisierungen an Rohrleitungssystemen und Behältern.

Herausforderungen für Isolierungen in Anlagen

Außer den Platzproblemen gibt es weitere Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Ortlieb berichtet von Skepsis gegenüber neuen Dämmstoffen. „Die Spezifikationen der Betreiberfirmen sind oft veraltet, das führt dazu, dass sich die Vertreter schwer tun, neue Wege zu beschreiten“. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor: Moderne Dämmungen können die Energiebilanzen in den Prozessen beeinflussen, so dass diese gegebenenfalls neu eingestellt werden müssen.

Einen ersten Eindruck, wie viel Energie eingespart werden kann, geben diverse Berechnungstools, wie Tech Calc von Isover, oder Quickcheck auf der Website der deutschen Bauindustrie. Rockassist, die Software von Rockwool Technical Insulation, gibt es für mobile Endgeräte: „Der Ingenieur kann auf der Baustelle berechnen, welche Energieeinspareffekte unterschiedliche Dämmdicken haben“, erläutert Stephan Reichinger, Technical Manager bei Rockwool. Der neuen Version der Software wurde vom unabhängigen Forschungsinstitut für Wärmeschutz die Konformität zu den Berechnungsgrundlagen der VDI-Richtlinie 2055 Blatt 1 bestätigt. Die Isolierung kann exakt auf den gegebenen Anwendungsfall hin ausgelegt werden. „Das kostet bei der Vorbereitung und Eingabe mehr Zeit, hat aber den Vorteil, dass eine individuell ausgeklügelte und in Hinblick auf Dämmdicke und minimierte Wärmeverluste optimierte Isolierung ermittelt wird“, so Reichinger.

TCO im Blick

Welches Dämmprodukt verwendet wird, hängt stark vom Anwendungsfall ab. Flexibler Elastomerschaum, Schaumglas, Ortschaum, mikroporöse Dämmstoffe oder klassische mineralische Produkte stehen zur Wahl. Mineralwolle kommt sehr oft zum Einsatz und hat sich bei warmgehenden Produktions- und Versorgungsleitungen bewährt. Die Rohrschalen, Lamellen- und Drahtnetzmatten sind nicht brennbar, hydrophobiert, lassen sich schnell sowie meist einfach einbauen und sind günstig in der Anschaffung.

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