Belüftungstechnik für Kläranlagen

Denn Luft ist nicht umsonst – Belüftungstechnik für die aerobe Belebung

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TAT-Intelliclean ist ein patentiertes Regelsystem von Envicon zur Optimierung der Belüftung und der Ablaufqualität einer Kläranlage. Anders als herkömmliche Belüftungsregelungen schaltet es die Belüftung auf der Basis eines Fuzzy-Pattern-Mustererkennungsverfahrens lastabhängig und prozessoptimal ohne Überlüftung (Energieverschwendung) oder Unterlüftung (Ablaufverschlechterung) – das spart Kosten für Belüftungsenergie und für Fällmittel.

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Drucklufterzeugung und -verteilung

Die ABS-Produktpalette von Sulzer Pumps für die Drucklufterzeugung und -verteilung umfasst energieeffiziente Turboverdichter und Belüfter sowie ein optimiertes Steuerungssystem. Der HST-Turboverdichter bietet einen Luftdurchsatz von 1000 bis 16 000 mN3/h und einen Druckbereich von 30 bis 120 kPa. Er zeichnet sich durch eine hohe Gesamteffizienz, einen geringen Wartungsbedarf und einen stabilen Wirkungsgrad dank reibungslosem Magnetlager aus, so der Hersteller.

Zu den weltweit am häufigsten eingesetzten feinblasigen Belüftungssystemen zählt das Tellerbelüftungssystem von Sulzer. Es ist in fünf vormontierten Belüftermodellen erhältlich, die schnell und einfach installiert werden können. Nachrüstlösungen steigern die Belüftungseffizienz von älteren Abwasserreinigungsanlagen. Durch den Austausch eines alten Luftverteilungssystems gegen das feinblasige Nopon-Tellerbelüftungssystem könne die Energieeffizienz um bis zu 25 % verbessert werden – durch einen geringeren Gegendruck und eine optimierte Sauerstoffausnutzung, heißt es. Werde zudem das Steuerungssystem modernisiert, sodass dem Prozess genau die benötigte Luftmenge zugeführt wird, ließen sich zusätzlich bis zu 10 % der Gesamtenergiekosten einer Anlage einsparen.

Dank eines Schraubengebläses von Kaeser arbeitet die Kläranlage Treis Karden jetzt noch effizienter und schont dabei die Umwelt. Die Kläranlage ist eine Sequencing Batch Reactor (SBR)-Anlage, d.h. das Abwasser wird chargenweise bearbeitet. Ein Zyklus in einem Becken dauert rund 300 Minuten. Bisher waren Drehkolbengebläse im Einsatz, mit denen der Betreiber auch sehr zufrieden war. Die Kläranlage weist mit 6 m Beckentiefe eine relativ durchschnittliche Wassertiefe auf (die optimalen Einblastiefen in Deutschland liegen bei maximal 5 m). Bei dieser Wassertiefe ist der Lufteintrag optimal.

Unter diesen Bedingungen versprachen die neu installierten Schraubengebläse des Typs FBS aufgrund der neuartigen Konstruktion und Technik eine deutliche Einsparung im Energiekostenbereich und reduzierte Schall-Emissionswerte gegenüber der vorherigen Lösung. Im Vergleich zu herkömmlichen Drehkolbengebläsen sind sie, abhängig von den Betriebsbedingungen, um bis zu 35 % effizienter und bieten auch im Vergleich zu vielen auf dem Markt befindlichen Schrauben- und Turbogebläsen deutliche energetische Vorteile, so Kaeser. Zu verdanken sei dieser Energiespareffekt u.a. dem vorverdichteten internen Druck des Gebläses, der bereits nah am Druck des Systems liege.

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