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ACHEMA 2012-Trendbericht Industrielle Wassertechnik

Den Water & Carbon Footprint fest im Blick

| Autor / Redakteur: Dechema / Matthias Back

Ganzheitliche Systembetrachtungen von Wasseraufbereitungs-Technologien stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Anbieter auf der ACHEMA 2012 vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt am Main.
Ganzheitliche Systembetrachtungen von Wasseraufbereitungs-Technologien stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Anbieter auf der ACHEMA 2012 vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt am Main. (Bild: Fotolia)

Der Schlüssel zu einer nachhaltigen Nutzung von Prozesswässern in der Industrie liegt in der Kreislaufführung. Geschlossene Wasserkreisläufe reduzieren den Wasserverbrauch, ermöglichen das Recycling von Wertstoffen, minimieren die Abwassermenge und verbrauchen zudem weniger Energie. Auf der ACHEMA 2012 vom 18. bis 22. Juni in Frankfurt am Main stehen deshalb ganzheitliche Systembetrachtungen im Mittelpunkt der Anbieter von Wasseraufbereitungs-Technologien.

Die Industrie nutzt weltweit fast ein Viertel des verfügbaren Wassers, vor allem als Kühl-, Löse- und Reinigungsmittel. Dieser Verbrauch schwankt je nach Industrialisierungsgrad, insbesondere auch von Branche zu Branche. Als Daumenregel gilt: Pro US-Dollar Warenwert stecken nach Angaben der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e. V. in Industrieprodukten aus den USA 100 l, aus Westeuropa ca. 50 l und aus dem asiatischen Raum ca. 20 l tatsächlich verbrauchtes Wasser zur Produktion („Water Footprint“; „Virtuelles Wasser“). Wie kann dieses zur Produktion benötigte Wasser nachhaltiger genutzt werden?

Innovative Verfahren und Prozesse im Bereich der Prozess- und Abwasserbehandlung zielen darauf ab, Umweltbelastungen zu reduzieren und die Kosteneffizienz zu erhöhen. Solche Verfahren können bewirken, dass die an die Umwelt abgegebene Abwassermenge oder deren Verunreinigungen vermindert werden (z. B. Rest-CSB (chemischer Sauerstoffbedarf), AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogenide), Spurenstoffe, Salzlasten), verwertbare Stoffe dem Abwasserstrom gezielt entnommen und einer Wiederverwendung zugeführt werden (z. B. Lignin, Polyphenole) oder die Mehrfachnutzung der Wasserressourcen erhöht wird.

Hydrafracking auf dem Weg nach Deutschland

Das Gegenbeispiel: Die Exploration von Energierohstoffen (Ölschlämme, Schiefergas) mit Hilfe des Hydrofracking-Verfahrens ist ganz gewiss nicht nachhaltig: Dabei schwemmen große Mengen Wasser den Rohstoff an die Erdoberfläche. Oft werden Zuschlagstoffe beigemischt, um die Förderstrecken für die Pumpen freizuhalten. In den USA und Kanada ist das Hydrofracking vielfach geübte Praxis, auch in Deutschland gibt es erste Projekte.

Von solchen „schmutzigen Technologien“ abgesehen, geht in der Tat in der industriellen Wassertechnik der Trend verstärkt in Richtung ganzheitlicher Systembetrachtungen mit Kreislaufführung der Prozesswässer und Rückgewinnung von Wertstoffen bzw. der zur Wasserbehandlung eingesetzten Chemikalien. Auch beim Abwasser greifen veränderte Ansätze: Konzentrierte, nicht vermischte Abwasserteilströme können einfacher und...

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