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Pharma-/Steriltechnik/Bioverfahrenstechnik

Den Turbo einschalten

08.02.2007 | Autor / Redakteur: Redaktion PROCESS /

Bei einem der größten Lysin-Hersteller mit einer jährlichen Produktionsleistung von über 100 000 Tonnen ersetzt in einer neuen Produktionslinie ein Dekanter die bisherige Membrananlage. Damit lassen sich Produktionskosten senken und der Prozess vereinfacht sich.

Bei einem der größten Lysin-Hersteller mit einer jährlichen Produktionsleistung von über 100 000 Tonnen ersetzt in einer neuen Produktionslinie ein Dekanter die bisherige Membrananlage. Damit lassen sich Produktionskosten senken und der Prozess vereinfacht sich.

Nicht nur Kraftsportler sagen Lysin wahre Wunderkräfte nach. Es ist mit seinen Eigenschaften auch in der Tierzucht unerlässlich. Deshalb werden über 500 000 Tonnen Lysin weltweit verkauft. Unternehmen wie ADM (USA), Ajinomoto (Japan), BASF (Deutschland), CJ (Südkorea) und Degussa (Deutschland) führen die Hitliste der Lysin-Produzenten an. Bei einem der größten Lysin-Hersteller mit einer jährlichen Produktionsleistung von über 100 000 Tonnen sorgt jetzt Westfalia Separator dafür, dass der „Turbo“ dort auch effektiv gewonnen wird.

Eine komplett neue zweistufige Anlage, bestehend aus Separatoren und Dekantern, trennt das Lysin aus der Fermentationslösung ab und ersetzt die Membrananlage. Das Hauptproblem bei Membrananlagen: Sehr feine Partikel aus dem Melasseanteil der Fermentationslösung verlegen die feinen Poren einer Membran und die Partikel sind auch durch intensive Reinigungsschritte nicht mehr zu entfernen. Nach einer gewissen Zeit hilft nur noch der Austausch der Membran weiter.

Gleichzeitig sind Membrananlagen extrem energieintensiv, da leistungsstarke Pumpen notwendig sind. Und: Aufgrund der niedrigeren Ablaufkonzentration entstehen hohe Trocknungskosten, will man die Feststoffe gewinnbringend weiterverwerten. Mit Zentrifugen sind dagegen selbst reine Melasse-Lösungen wirtschaftlich zu verarbeiten. Ganz besonders, wenn zur Aufkonzentrierung der Feststoffe ein Dekanter eingesetzt werden kann.

Zweistufiger Prozess

Ein neu entwickelter Dekanter gewinnt selbst die „schlüpfrigen“ Feststoffe aus der Melasse-Matrix bei extrem guter Klärleistung. Der von Westfalia Separator entwickelte Aufbereitungsprozess gliedert sich in zwei Verfahrensstufen. Die Fermentationslösung gelangt im ersten Schritt zu den Separatoren. Diese trennen die Bakterien von der Lysin-Lösung mit einer Ausbeute von rund 92 Prozent. Der von den Separatoren abgeschleuderte Feststoff gelangt anschließend in einen Waschtank und wird im zweiten Prozessschritt mit den Dekantern aufbereitet. Die gewonnene Bakterienmasse wird danach getrocknet und als Viehfutter weiterverwertet.

Ein Separator wäre hier zwar ebenfalls besser als die Membran-Technologie, allerdings müssten die Feststoff-Lösungen erneut verdünnt werden - eine größere Volumen-Leistung wäre notwendig. Ein weiteres Plus: Der Dekanter konzentriert den Feststoff wesentlich stärker als eine Membrananlage. In diesem Fall erreicht der Dekanter eine Feststoff-Trockensubstanz von 22 Prozent, die Membrananlage lediglich von 15 Prozent. Auf diese Weise reduzieren sich die Energiekosten, da weniger Wasser eingedampft werden muss.

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