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Energiemanagement Dem Verbrauch auf der Spur

| Autor / Redakteur: Alexander Seipp* / M.A. Manja Wühr

Wer sicher nachvollziehen will, wo sich in der Produktion die Energiefresser verstecken, kommt an einem Energiemanagement-System nicht vorbei. Wenn sich das System dank der kinderleichten Handhabung auch zur Überwachung der Produktion eignet, dann werden ungeahnte Potenziale für die Nachhaltigkeit frei.

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Den Verbrauch im Blick: Getränkehersteller Ensinger überwacht den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in der Produktion mit dem Econ-System.
Den Verbrauch im Blick: Getränkehersteller Ensinger überwacht den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in der Produktion mit dem Econ-System.
(Bild: Ensinger Mineral-Heilquellen; © thomas222/Fotolia.com)

Die Ensinger Mineral-Heilquellen setzen Nachhaltigkeit aktiv um. Dazu gehört auch die Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion. Hierfür führten externe Energieberater regelmäßig Messungen durch. Damit waren die Energieströme und -verbräuche im Unternehmen weitgehend bekannt, ein Energiemanagement war auf dieser Basis jedoch nicht möglich: Erstens waren die Daten zu grob, zweitens handelte es sich ausschließlich um Momentaufnahmen. Dadurch konnten die einzelnen Prozessschritte nicht überwacht werden, zu hohe Verbräuche ließen sich nur feststellen, wenn sie während der Messungen vorkamen oder im Nachhinein durch die Abrechnung des Energieversorgers. Die Ursachen waren dann in der Regel nicht mehr nachvollziehbar.

Aus diesen Gründen entschied sich Ensinger für die Einführung eines Energiemanagement-Systems. Dieses sollte kostengünstig sein sowie einfach im Aufbau und in der Handhabung. Die Wahl fiel auf die Lösung von Econ Solutions. Ihre Hauptkomponenten sind das Energie- und Leistungsmessgerät Econ Sens 3 und die Analyse- und Auswertungssoftware Econ 3.

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Das Messgerät misst alle zentralen Parameter der elektrischen Energie. Mit seinen vorkonfektionierten, flexiblen Stromwandlern mit Klick-Verschluss (Rogowskispulen) ist er innerhalb weniger Minuten unterbrechungsfrei installiert, auch an Stellen mit geringem Platzangebot. Dank integriertem Web-Server sind erste Analysen sofort vor Ort möglich. Das LOG-Upgrade ergänzt das Messgerät um Datenlogger-Funktionen zum Anschluss von maximal vier Zählern oder Fühlern. Mit dem Pro-Upgrade wird der Econ Sens 3 zum Netzqualitätsanalysegerät nach EN 50160.

Für detaillierte Analysen visualisiert die Software Econ 3 die Messdaten. Die verschiedenen Schaubilder und Berichte lassen sich unkompliziert an die individuellen Rahmenbedingungen vor Ort anpassen. Zudem können auch Daten aus anderen Quellen einfach und schnell in beliebige Hierarchiestrukturen eingebunden und zu Kennzahlen kombiniert werden. Ebenso lassen sich Produktions- und Prozessdaten aus bestehenden Systemen (MDE/BDE, ERP) über verschiedene Standards integrieren. Die Software entspricht der ISO 50001, ein entsprechender Assistent unterstützt den Nutzer bei der Zertifizierung.

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