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Betriebsspionage

Datendiebstahl hinterlässt Spuren

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Wichtig ist nun zu ermitteln, ob das eigene Personal sorglos über den Alltag im Betrieb geplaudert hat oder ob womöglich organisierte Späher am Werk sind, die das Unternehmen aushorchen. In beiden Fällen muss die Firma den Informationsabfluss dringend stoppen: „Wer sicher gestellt hat, dass er seinen Mitarbeitern voll vertrauen kann, ist vermutlich Opfer von Wirtschaftsspionen geworden.“

2. Ein Einbruch, bei dem nichts gestohlen wird

Einbrecher sind nachts in das Unternehmen eingestiegen. Stellt sich dann heraus, dass die Täter nichts Wertvolles gestohlen haben, atmen Betroffene in der Regel auf. Zu Unrecht, warnt der Lauchabwehr-Experte. „Falls die Einbrecher kein Interesse an Computern oder Flachbildschirmen hatten, sollte sich das Opfer fragen, worin stattdessen ihre Motivation bestand.“ Gut möglich, dass sie Wanzen oder Kameras im Betrieb installiert haben.

Auch, falls zum Beispiel nur das Geld aus der Kaffeekasse verschwunden ist, empfiehlt sich Wachsamkeit: Der Diebstahl von Kleinigkeiten kann, ebenso wie Spuren von Vandalismus, der Ablenkung vom wahren Zweck des Einbruchs dienen. „Nach einem solchen Vorfall sollte der Unternehmer einem Datensicherheits-Experten zu Rate ziehen“, meint Gernot Zehner. „Idealerweise sollten dann die Geschäftsräume gründlich nach Abhörtechnik durchsucht werden.“

3. Kunden laufen reihenweise zum Mitbewerber über

Wenn ein bestimmter Konkurrent dem eigenen Unternehmen immer einen Schritt voraus ist, sollten alle Alarmglocken klingeln: Der Mitbewerber legt Angebote vor, die den eigenen stark ähneln? Und immer zu günstigeren Konditionen? Treue Kunden springen reihenweise ab und laufen zu der anderen Firma über?

Bei Ausschreibungen gehen die Aufträge immer an ein und denselben Konkurrenten? „Sehr wahrscheinlich, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zugeht“, meint der Ultima Ratio-Experte aus Erfahrung. „Der Verdacht drängt sich auf, dass der Konkurrent seine Leistungen so günstig anbieten kann, weil er Ihre Angebote bereits kennt.“ Nicht selten bedienen sich unlautere Mitbewerber am Know-how ihrer Konkurrenten und beschaffen sich Informationen, um gezielt deren Angebote zu unterbieten und deren Kunden abzuwerben.

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