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Abfüllungstechnologie Das sind die Vorteile der Abfüllung in PE-Säcke

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Mithilfe der Adams-Technologie konnten selbst schwerfließende Produkte in PE-Gebinde sicher abgefüllt werden. Nun wurde auf dieser technologischen Basis eine Packanlage entwickelt, mit der Gebinde von einem bis zehn Kilogramm befüllt werden können.

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Der Roto-Packer Adams Mini füllt erstmalig pulverförmige Schüttgüter in kompakte PE-Beutel Die PE Säcke sind sauber, fest verschlossen und wetterfest. Reduzierter Materialverlust ist gleichermaßen gut für Umwelt und Budget.
Der Roto-Packer Adams Mini füllt erstmalig pulverförmige Schüttgüter in kompakte PE-Beutel Die PE Säcke sind sauber, fest verschlossen und wetterfest. Reduzierter Materialverlust ist gleichermaßen gut für Umwelt und Budget.
(Bild: Haver & Boecker)

Auf der letztjährigen Powtech 2014 hat Haver & Boecker seine Roto-Packer Adams Mini vorgestellt, der bei einem stufenlos wählbaren Sackgewicht von einem bis zehn Kilogramm in einem ersten Schritt eine Leistung von bis zu 600 Beutel/h erreicht. Dabei ist die Abfüllung in Schlauchfolienbeutel oder in jede Art von vorkonfektionierten Beuteln möglich. Mit einem Zusatzmodul können die Beutel auch direkt von der Flachfolie innerhalb der Anlage geformt werden.

Markt hat Vorteile der Abfüllung in PE-Säcke erkannt

Die Beutel sind luftdicht und wetterfest verschlossen, sauber und kompakt. Zudem gewährleisten sie ein perfektes Erscheinungsbild. Auch aus Marketingsicht bietet die Abfüllung in PE-Beutel zusätzliche Vorteile. „Der Markt hatte die allgemeinen Vorteile der Abfüllung in PE-Säcke erkannt und gute Erfahrungen gemacht, sodass vor gut einem Jahr die Anforderung an uns herangetragen wurde, die Technologie auch auf typische Gebindegrößen wie einem, fünf oder zehn Kilogramm zu übertragen“, erinnert sich Burkhard Reploh, Leiter Geschäftsbereich Baustoffe und Mineralien. Seit dieser Zeit sind die Spezialisten intensiv mit der Erweiterung des Gewichtsspektrums beschäftigt.

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Bei der Abfüllung spielt die Verdichtung eine wesentliche Rolle. Je nach Produkt kommen beim Roto-Packer Adams Mini bewährte Techniken wie die Rüttelflasche, aber auch neue Methoden zum Einsatz. „Unser Erfolgsrezept ist eine Entlüftung am und im Sack“, erläutert Reploh. Bis Ende des Jahres wird die Technik marktreif entwickelt sein. Parallel arbeiten die Experten aus dem Innovationsmanagement bereits an einer Leistungssteigerung auf 1200 Beutel/h.

Auch der große Bruder glänzte auf der Powtech: Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte hatte Lafarge, weltweiter Führer von Baumaterialien, einen globalen Lieferantenwettbewerb ausgeschrieben. Die Adams-Technologie zur Abfüllung pulverförmiger Produkte in dichte PE-Säcke gewann den Award in der Kategorie „Nachhaltigkeit“.

Ausgezeichnete Entwicklung

„Unsere Lieferanten spielen eine wichtige Rolle in unserem Geschäft. Jahr für Jahr liefern sie Spitzenleistungen und sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf technischen Vorsprung und Kostenvorteile“, hob Thierry Metro, Senior Vice President Energy & Strategic Sourcing bei Lafarge, die Stellung der Lieferanten hervor.

Die nun preisgekrönte Technologie zur Abfüllung pulverförmiger Produkte in dichte PE-Säcke entwickelten beide Unternehmen in einem gemeinsamen Projekt, um den Materialverlust von Zement aus beschädigten Papierverpackungen zu vermeiden. Die Kombination aus Lafarge Tarmacs Kunden- und Lösungsorientierung mit Haver & Boeckers technischem Fachwissen sorgte vor allem auf dem Markt in Großbritannien für Furore.

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Seit 2005 wurden dort sechs Lafarge Tarmac-Standorte mit insgesamt zwölf Adams-Abfüllanlagen ausgestattet. Die eingesetzten PE-Säcke zeichnen sich durch ihre Undurchlässigkeit und Reißfestigkeit aus. Im Vergleich zu Papiersäcken konnten Sackreißen und -bruch während der normalen Handhabung um 80 bis 90 Prozent reduziert werden. Die Quote der Säcke, die bei normalem Gebrauch während der gesamten Logistikkette beschädigt werden, liegt bei weit unter einem Prozent, bei Papier jedoch bei fünf bis sieben Prozent. Der Ausschuss entsteht dabei nicht nur durch Sackbruch, sondern auch durch unsachgemäße Lagerung.

Kontamination der Umwelt ist ausgeschlossen

Damit wird ein Produktverlust nach der Abfüllung und während des Transports verhindert. Die Abfüllung erfolgt im Vergleich zur Abfüllung in Papiersäcke mit einer 50 Prozent verbesserten Gewichtsgenauigkeit. Die Restentleerbarkeit ist bei PE-Säcken deutlich höher. Während bei Papiersäcken bis zu 120 Gramm Produkt im Sack verbleiben, liegt dieser Wert für PE-Säcke bei nur 20 Gramm.

Neben den Vorteilen zur Nachhaltigkeit überzeugt die Technologie in weiteren Bereichen. Da Zement ein gesundheitsgefährdendes Produkt ist und Hautirritationen, allergische Reaktionen und sogar Lungenkrankheiten auslösen kann, sollte besonders das Einatmen oder der Kontakt mit Haut oder Augen vermieden werden. Die Verwendung von PE-Säcken gewährleistet eine hermetische Dichtigkeit. Weder Anlagenbediener im Werk noch Mitarbeiter während des Transports oder bei der Lagerung oder gar Endkunden werden bis zur Verarbeitung des Zements einer Gefahr ausgesetzt. Die Säcke sind absolut dicht, eine Kontamination der Umwelt ist ausgeschlossen, solange die Säcke nicht beschädigt werden.

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