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Studie: Digitalisierung

Das sind die Treiber und Bremser der Digitalisierung in Chemie- und Pharmaunternehmen

| Redakteur: Matthias Back

Die Digitalisierungs-Treiber in den Chemie- und Pharmaunternehmen sind derzeit die Fachbereiche Logistik und Produktion.
Die Digitalisierungs-Treiber in den Chemie- und Pharmaunternehmen sind derzeit die Fachbereiche Logistik und Produktion. (Bild: © Weissblick - Fotolia)

Die Produktion und Logistik sind derzeit die hauptsächlichen Treiber der Digitalisierung in den Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie. Ein schlechtes Bild gibt hingegen die Produktentwicklung ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie der d.velop-Gruppe unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren.

Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Fachbereiche in ihren Digitalisierungsbestrebungen zeigen die Finanz- und Controlling-Abteilungen in der Chemie- und Pharmaindustrie die größte Zurückhaltung. Lediglich 26 Prozent haben sich dieses Thema aktuell strategisch auf die Fahnen geschrieben. Nicht besser sieht es im Einkauf sowie in der Produktentwicklung der Unternehmen aus. Letztlich gehören sie im Vergleich mit den anderen Organisationsbereichen zu den Bremsern der Digitalisierungsentwicklung.

Dagegen scheint der Nutzen einer stärkeren Digitalisierung des Kerngeschäfts erkannt worden zu sein. 57 Prozent der Verantwortlichen setzen bei der Logistik und Materialwirtschaft entsprechende Schwerpunkte, zusätzlich auch 43 Prozent in der Produktion. Was aber besonders wichtig ist: Gleichzeitig können diese Bereiche auf höhere Investitionsmittel zugreifen, für digitale Projekte in der Produktion ist es jedes zweite Unternehmen. „Aus diesen Investitionsplanungen lässt sich der Schluss ziehen, dass man sich tatsächlich konkreten Projekten widmet und nicht auf Absichtserklärungen zur Digitalisierung beschränkt“, urteilt d.velop-Vorstand Mario Dönnebrink.

Link zur Studie Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Ein ähnliches Bild geben der Vertrieb und das Marketing nach der vom digital intelligence institute (dii) realisierten Studie ab. Diese Organisationseinheiten in dieser Branche weisen ebenfalls eine hohe Veränderungsbereitschaft auf: Für 40 Prozent gehören Digitalisierungsprojekte zu ihren strategischen Schwerpunkten, noch viel mehr können dafür höhere Budgets als im letzten Jahr nutzen. Auch das Qualitätsmanagement gehört zu den Treibern der technischen Modernisierung, 46 Prozent wollen für Digitalisierungsprojekte mehr ausgeben.

Eine nur mittlere Position beim innerbetrieblichen Vergleich nehmen die Personalabteilungen ein. Lediglich 36 Prozent möchten verstärkt in digital unterstützte Abläufe investieren, beispielsweise zur Einführung digitaler Personalakten oder um den Mitarbeitern über eine Cloud-basierte Lösung die Gehaltsmitteilungen elektronisch zukommen zu lassen. Andererseits ist für eine solche Ausrichtung immerhin bei 40 Prozent mehr Geld als zuletzt eingeplant, dies liegt auf einem ähnlichen Niveau wie bei den anderen untersuchten Branchen.

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