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Geräteintegration

Das erste FDI-Tool auf dem Markt – das sind die ersten praktischen Erfahrungen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Vorneweg: ABB hat das erste FDI-Tool in Form des Field Information Manager (FIM) auf den Markt gebracht.
Vorneweg: ABB hat das erste FDI-Tool in Form des Field Information Manager (FIM) auf den Markt gebracht. (Bild: © freshidea - Fotolia)

Nach Freigabe der FDI (Field Device Integration)-Spezifikation wartet der Markt auf entsprechende Produkte. ABB hat sich früh aus der Deckung gewagt und die erste Version des Field Information Manager (FIM) auf der diesjährigen Achema vorgestellt. Erste Erfahrungen damit sammelte nun das Prüflabor von Bilfinger Maintenance.

Die Erleichterung war deutlich zu spüren, nachdem auf der Achema das Ende der Entwicklungsarbeiten zur Feldgeräteintegration (Field Device Integration = FDI) verkündet wurde. Gleichzeitig freuten sich aber auch alle Beteiligten, dass es tatsächlich gelungen war, das Beste der text- (DD, EDDL usw.) und grafikbasierten (FDT/DTM) Geräteintegration miteinander zu verbinden. Jetzt besteht die große Aufgabe, die FDI-Technologie in die Praxis zu überführen, und dies bedeutet, dass die Hersteller mit entsprechenden Produkten auf den Markt kommen müssen. Aber auch die Anwender sind aufgefordert, die Technologie schnellstmöglich in ihre Anlagen zu integrieren.

ABB hat das erste FDI-Tool in Form des Field Information Manager (FIM) auf den Markt gebracht. „Das Tool FIM stieß auf der Achema auf großes Interesse und wird auch weiterhin oft herunter geladen“, berichtet Marko Schlüter, Product Management Fieldbus bei ABB. Mit dem Tool lassen sich Feldgeräte um ein Vielfaches schneller anschließen, in Betrieb nehmen und einstellen.

Vier Wochen auf dem Prüfstand

Erste praktische Erfahrungen damit sammelte Sven Seintsch vom Prüflabor bei Bilfinger Maintenance. Sein Team hatte das Tool vor der offiziellen Markteinführung für rund vier Wochen unter seinen Fittichen. Dabei wurden mit dem Tool sowohl einfachere Messgeräte, wie Druck- und Temperatursensoren, als auch Durchflussmessgeräte angesprochen. Die ältesten Geräte waren über zehn Jahre alt, die jüngsten brandneu.

Die erste Bilanz von Seintsch ist ausgesprochen positiv: „Das war wirkliches Plug & Play. Es sind nur wenige Klicks nötig und das Feldgerät ist funktionstüchtig.“ Die Arbeitsweise lässt sich nach seiner Aussage nicht mit früher vergleichen, als bereits die Suche nach der richtigen EDD oder dem richtigen DTM lange dauern konnte. Bereits die Installation derartiger Management-Tools, der Anschluss der Geräte und der Online-Zugriff dauern – so die Erfahrung vieler Anwender – häufig zwischen 15 und 30 Minuten. Mit dem FIM dauert es drei Minuten.

„Das Tool findet das Feldgerät sofort und es lässt sich sofort bearbeiten“, so Seintsch. Bisher enthält FIM FDI Device Packages für ABB-Geräte. Zusätzlich ist die komplette Hart EDD (HCF)-Bibliothek enthalten, weitere FDI Device Packages oder Standard HCF Hart-EDDs können nachgeladen werden. Sollte für ein spezielles Gerät keine gerätespezifische EDD oder Device Package vorhanden sein, ist in FIM ein generisches Device Package integriert, so dass fast alle Hart-Geräte darüber angesprochen werden können. Auch die Handhabung überzeugte Seintsch, da das Tool sehr schnell ist und sich die Seiten in kürzester Zeit aufbauen.

Welche weiteren Erfahrungen mit dem Field Information Manager der Bilfinger-Experte und sein Team gesammelt haben? Weiterlesen ...

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