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Biokraftstoff Das Bioliq-Projekt zur Herstellung von Biokraftstoff geht in die zweite Ausbaustufe

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Das Bioliq-Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geht nun mit einem Investitionsvolumen von 24,85 Millionen Euro in die zweite Ausbaustufe: Das Forschungszentrum Karlsruhe und Lurgi haben hierzu einen Vertrag zum Bau eines Flugstromvergasers zur Herstellung von Synthesegas abgeschlossen.

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Blick ins Innere der Bioliq-Anlage (Bild: Markus Breig)
Blick ins Innere der Bioliq-Anlage (Bild: Markus Breig)
( Bild: Markus Breig )

Karlsruhe – Mit dem mehrstufigen Bioliq-Verfahren lässt sich aus land- und forstwirtschaftlichen Reststoffen vollsynthetischer Diesel- und Ottokraftstoff herstellen. In der ersten Ausbaustufe wurde eine Pilotanlage zur Schnellpyrolyse am KIT errichtet. Hier entsteht aus Biomasse ein transportfähiges, flüssiges Zwischenprodukt hoher Energiedichte (Bioliqsyncrude). Nun wird der zweite Schritt des Verfahrens, die Synthesegaserzeugung aus dem Zwischenprodukt umgesetzt. Das Forschungszentrum Karlsruhe und Lurgi haben hierzu Verträge zur Errichtung und zum gemeinsamen Betrieb des Flugstromvergasers geschlossen. Er arbeitet auf Basis der von Lurgi entwickelten MPG-Technologie (Multi-Purpose-Gasifier), die bisher vor allem für Rückstände aus der Erdölverarbeitung eingesetzt wurde und nun an die Erfordernisse des bioliq-Verfahrens angepasst wird. Der geplante Flugstromvergaser ist für eine thermische Leistung von fünf Megawatt ausgelegt. Dies entspricht einem Durchsatz von etwa einer Tonne Bioliqsyncrude pro Stunde. Die Planungs- und Bauzeit der Anlage wird voraussichtlich 34 Monate in Anspruch nehmen. Die Inbetriebnahme des Vergasers ist im Herbst 2011 geplant. Eine nachgeschaltete Gasaufbereitung und Synthese soll die Pilotanlage bis 2012 als dritte Baustufe vervollständigen.

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