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Polycarbonatfolien Darum investiert Covestro in Dormagen

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Covestro ist den Markttrends bei Polycarbonatfolien auf der Spur und investiert deshalb in Dormagen. In einer neuen Coextrusionsanlage sollen ab 2017 mehr der begehrten Mehrschichtfolien entstehen.

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Fototermin zum Baubeginn der neuen Covestro-Produktionsanlage (v.l.n.r.): Michael Hellemann Soerensen (Commercial Operations), Logistikexperte Rene Ahlers (2. v.r.) sowie Nina Schmarander und Patrick Barth (ganz rechts) vom Bereich Spezialfolien.
Fototermin zum Baubeginn der neuen Covestro-Produktionsanlage (v.l.n.r.): Michael Hellemann Soerensen (Commercial Operations), Logistikexperte Rene Ahlers (2. v.r.) sowie Nina Schmarander und Patrick Barth (ganz rechts) vom Bereich Spezialfolien.
(Bild: Covestro)

Dormagen – Polycarbonatfolien gehen zur Zeit gut. Das gilt z.B. für fälschungssichere Ausweise, die viele schon in ihren Geldbörsen mit sich tragen und die aus Polycarbonat bestehen. Aber auch Displays sind aus dem biegsamen Material gefertigt. Covestro spürt die wachsende Nachfrage seit längeren und hat sich darum entschlossen, die Produktionskapazität für Polycarbonatfolien am Standort Dormagen aufzustocken. Rund 20 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Bau einer neuen Coextrusionsanlage für mehrschichtige Flachfolien, einschließlich der zugehörigen Infrastruktur und Logistik. Mit der Investition baue man das Foliengeschäft deutlich aus, erläutert Daniel Meyer, Leiter des Bereichs Lacke, Klebstoffe und Spezialitäten. Nach Auskunft von Meyer sollen hier künftig maßgeschneiderte Folien produziert werden, die Mehrwert entlang der Wertschöpfungskette bieten.

Dabei geht es laut Nina Schmarander, die den Bereich Spezialfolien leitet, darum, die umAusrichtung auf Markttrends zu verstärken, z.B. den Mehrschichtaufbau von Folien.

Drei Kompetenzzentren steuern Entwicklungen in Europa

Neben Dormagen betreibt Covestro noch zwei weitere Kompetenzzentren in Leverkusen und Bomlitz, die Herstellung, Verarbeitung und Prüfung der Folien übernehmen können. Das Zentrum in Dormagen ist auf Polycarbonat-Flachfolien spezialisiert und betreibt eine Produktion, ein Technikum für Folienverarbeitung, ein Showroom sowie zwei neu eingerichtete Forschungslaboratorien. Deshalb war es wohl naheliegend, die Kapazitäten an diesem Standort zu erhöhen. Die anderen beiden Kompetenzzentren befinden sich in Leverkusen und Bomlitz und sind auf die Folienbeschichtung sowie auf thermoplastische Elastomerfolien ausgerichtet.

Covestro plant die neuen Anlagen 2017 in Betrieb zu nehmen und kündigt die Schaffung von 15 neuen Arbeitsplätzen an.

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