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Darf's etwas größer sein?

| Redakteur: Dominik Stephan

Die Quintuplexpumpe K 120000-5G ist das neue Spitzenmodell der Kamat-Hochdruckpumpen
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Die Quintuplexpumpe K 120000-5G ist das neue Spitzenmodell der Kamat-Hochdruckpumpen (Bild: Kamat)

Wenn der Produktionsmaßstab groß ist, sind die Anforderungen der Anwender hoch: Sie brauchen die Technik, auch große Volumenströme (bis zu knapp 4000 l/min) und hohe Drücke (bis 3500 bar) mit einer einzigen gut regelbaren Pumpe zu erzeugen. So ließen sich, gegenüber dem Einsatz mehrerer Pumpen, Kosten- und Effizienzvorteile verwirklichen.

Deshalb erweitert Kamat sein Portfolio um eine Pumpe im XXL-Format: Die neue Quintuplex-Plungerpumpe mit fünf Plungern soll noch einmal 50% leistungsstärker als die bisher stärkste Pumpe des Herstellers sein. Dabei setzt Kamat auf ein neuentwickeltes Antriebskonzept der 1200 kW-Pumpe: Statt des integrierten Getriebes mit Doppelschrägverzahnung kommt ein Industriegetriebe mit separatem Gehäuse zum Einsatz. Das senkt die Produktionskosten und erlaubt die einfache Anpassung der Untersetzung an individuelle Anforderungen – auch nachträglich. Weitere Unterschiede zur 800 kW-Pumpe sind die Anzahl der Kurbelwellenlager (sechs statt vier) und die Druckölschmierung der groß dimensionierten Kreuzköpfe.

Die neue K 120000-5G wird mit zwei verschiedenen Kopftypen gefertigt. In der Ultrahochdruck-Ausführung stellt sie zum Beispiel maximal 158 l/min bei einem Druck von 3500 bar bereit oder 407 l/min bei 1530 bar. Wenn der Schwerpunkt der Anwender auf maximaler Förderleistung liegt, erreicht die Pumpe (mit anderem Kopftyp) maximal 3939 l/min bei 115 (mit 900 kW) oder 155 bar (mit 1200 kW).

Hohe Energieeffizienz über breiten Regelbereich

Auch wenn die „aufgelöste“ Bauweise mit separatem Industriegetriebe mehr Bauraum erfordert als bei den kleineren Quintuplex-Pumpen mit integriertem Getriebe, ist die 1200 kW-Plungerpumpe immer noch sehr kompakt. Und sie arbeitet mit hoher Energieeffizienz, denn ein hoher Wirkungsgrad gehört prinzipbedingt zu den Vorteilen von Plungerpumpen. Außerdem arbeiten sie geräusch- und vibrationsarm und lassen sich sehr gut an den jeweiligen Volumenstrombedarf anpassen, so der Hersteler – in einem Drehzahlbereich, der je nach Stangenkraft und Öldruck von 0 bis 100% reicht.

Das schafft die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb im Teillastbetrieb. Dabei wird der Förderstrom nicht in „Schwarz-weiß-Technik“ über Umlaufventile geregelt, sondern über eine elektronisch gesteuerte Drehzahländerung der Pumpe. Auf diese Weise erreicht man einen deutlich reduzierten Verschleiß, weil Pumpe, Rohrleitungen und Ventile sehr viel weniger belastet werden.

Nach dem Prinzip der „Economy of scale“ kann der Anwender der K 120000-5G die in der Wasserhydraulik, der Öl- und Gasindustrie und in der Entzunderung übliche Konstellation mit drei Höchstdruckpumpen (Master, Slave und Standby) auch dann mit nur drei Pumpen abdecken, wenn sehr hohe Volumenströme bereitgestellt werden müssen. Das reduziert den Energieverbrauch und den Wartungsaufwand. Prinzipiell reichen in solchen Einsatzfällen sogar zwei statt wie bisher drei Pumpen.

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