Abwasserbehandlung Dank der Kraft des Ozons verschärfte Vorschriften einhalten

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Xylem stellt ein neues, ozonbasiertes und gleichzeitig biologisch aktives Filtrationssystem vor. Die mehrstufige Lösung erlaubt die Einleitung von Abwässern selbst in empfindliche Gewässer. Wie das funktioniert, verraten wir hier.

Firmen zum Thema

Teilansicht des Leopold Oxelia Filtrationssystems. Das komplette Schema finden Sie in der Bildergalerie.
Teilansicht des Leopold Oxelia Filtrationssystems. Das komplette Schema finden Sie in der Bildergalerie.
(Bild: Xylem Water Solutions)

Rund um den Globus leiden Wasserökosysteme unter Verunreinigungen, die sich mittels herkömmlicher Wasseraufbereitungsanlagen nicht angemessen beseitigen lassen. Das Leopold Oxelia System von Xylem ermöglicht den Abbau organischer Kohlenstoffverbindungen sowie die Abtötung von Krankheitserregern und Mikroschadstoffen. Der Aufbereitungsprozess vereint hierfür Verfahren zur Ozonbehandlung, Filtration und Analytik von Leitparametern in einer zuverlässigen, wartungsfreundlichen Lösung.

Komplexe Schadstoffe werden mit einer schnellen, effizienten und flexiblen Ozonbehandlung beseitigt, ergänzt um den biologischen Abbau jeglicher Nebenprodukte aus Oxidationsprozessen. Auch Feststoffe werden durch die anschließende Filtration entfernt. Dadurch garantiere diese Lösung die Einhaltung heutiger wie künftiger Wassergütestandards, verspricht der Hersteller.

Harald Stapel, Xylem-Produktmanager in Deutschland für den Bereich Ozonprodukte, erläutert: „Das ozonbasierte, biologisch aktive Filtrationssystem Leopold Oxelia nutzt die Kraft des Ozons zum Abbau von organischen Kohlenstoffverbindungen und zur Abtötung von Krankheitserregern. Mikroben im Filtersystem betrachten diese kleineren, teiloxidierten organischen Substanzen als Nahrung und bauen sie so auf biologische Weise vollständig ab. Im Gegensatz zu Behandlungsverfahren auf der alleinigen Basis von Aktivkohleadsorption, die eine regelmäßige Entsorgung der Filtrationsmedien erfordern, gewährleistet der Oxelia-Prozess die vollständige Zersetzung dieser schädlichen Verbindungen.“

Stapel weiter: „Immer strengere Umweltschutzgesetze, wie neuerdings in der Schweiz, setzen zum Schutz von Wasserkreisläufen vor Mikroverunreinigungen zunehmend die Implementierung anspruchsvollerer Wasseraufbereitungssysteme voraus. Die neue System-Lösung von Xylem eignet sich zur Einhaltung verschärfter Vorschriften sowohl in neu installierten Aufbereitungsanlagen als auch zur Nachrüstung bereits vorhandener Behandlungsanlagen.“

Das Wasserbehandlungssystem ist auf die Wassermatrix des Kunden zugeschnitten und arbeitet weitestgehend reststofffrei. Die Online-Überwachung auf Basis der integrierten Steuerungsplattform bietet Betreibern die für einen optimalen Betrieb nötige Sicherheit und Kontrolle.

Das Filtrationssystem eignet sich optimal für tertiäre kommunale Abwasseranwendungen mit einem Durchsatz von mehr als 160 Kubikmetern pro Stunde. Xylem bietet ergänzend zum Produkt umfangreiche Unterstützung bei der kundenspezifischen Systementwicklung und garantiert nach eigenen Angaben die Einhaltung der gewünschten Behandlungsziele.

Tipp: Auf der Wasser Berlin (24.–27. März 2015) können sich Interessenten auf dem Xylem-Stand Nr. 403 in Halle 2.2 näher über das Oxelia-System informieren.

(ID:43154111)