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Studie: Cyberkriminalität

Cyberkriminalität kostet jedes deutsche Unternehmen 9,3 Millionen Euro jährlich

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Wachsende finanzielle Konsequenzen von Cyberattacken

Die Studie quantifiziert vier unterschiedlich stark ausgeprägte Schadensbilder von Cyberangriffen: Geschäftsunterbrechung, Informationsverlust, Einnahmeverlust und Beschädigung von Ausrüstung. Als am schädlichsten identifizieren Unternehmen aktuell den einhergehenden Informationsverlust, der von 43 Prozent der befragten Organisationen erwähnt wird. Im Gegensatz dazu sind die anteiligen Kosten für Betriebsunterbrechungen wie Geschäftsprozessausfälle nach einem Angriff von 39 Prozent im Jahr 2015 auf 33 Prozent in der diesjährigen Studie zurückgegangen.

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„Die Basis eines starken und effektiven Sicherheitsprogramms bildet die Identifikation und Absicherung der wichtigsten Unternehmensressourcen“, sagt Dr. Larry Ponemon, Chairman und Gründer des Ponemon Institute. „Bei der Verbesserung der Cybersicherheit wurden zwar deutliche Fortschritte erzielt. Ein besseres Verständnis der Kosten von Cyberkriminalität könnte den Unternehmen aber helfen, die Lücke zwischen ihren eigenen Schwachstellen und der zunehmenden Kreativität und Zahl der Angreifer zu schließen.“

Starke Kostenunterschiede zwischen Ländern und Angriffsarten

Australien weist mit 4,6 Millionen Euro die niedrigsten durchschnittlichen Gesamtkosten eines Cyberangriffs auf, während das Vereinigte Königreich im vergangenen Jahr den geringsten Kostenanstieg von 6,1 auf 7,3 Millionen Euro verzeichnete. In Japan legten die Kosten durch Cyberattacken um 22 Prozent auf 8,9 Millionen Euro zu, der dritthöchste Anstieg unter den betrachteten Ländern.

Die Kosten variieren auch erheblich mit Blick auf die unterschiedlichen Angriffsarten. So geben US-Unternehmen zur Schadensbehebung bei allen Formen von Cyberattacken am meisten aus. An der Spitze rangierten hier Schadsoftware- und Internetangriffe mit 3,2 und 2,9 Millionen Euro pro Vorfall. Bei Unternehmen aus Deutschland und Australien entfällt mit 23 Prozent der höchste Kostenanteil auf Schadsoftwareangriffe, während in Frankreich webbasierte Attacken mit 20 Prozent das größte Gewicht haben. „Denial of Service“-Attacken stehen in Deutschland und Großbritannien für 15 Prozent der jährlichen Schadenskosten.

Über die Studie

Für die Studie wurden im Auftrag von Accenture durch das Ponemon Institute weltweit 2.182 Sicherheits- und IT-Verantwortliche aus 254 Organisationen in sieben Ländern (USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Japan, Frankreich und Italien) befragt. Dabei wurden die Kosten aller Cyberattacken über einen Zeitraum von einem Jahr erhoben. Die jährliche Untersuchung erfolgt auf Fiskaljahresbasis und weicht damit vom Kalenderjahr ab Bestandteil Untersuchung waren Ausgaben für die Identifikation, Wiederherstellung, Untersuchung und Reaktion auf einen Vorfall. Ebenfalls berücksichtigt wurde der monetäre Effekt von Betriebsunterbrechungen und Kundenabwanderung.

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