Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie Curevac bekommt ersten Betriebsrat

| Aktualisiert am 15.10.2021Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

15.10.2021

Singapur (dpa) 07:50 Uhr – Ölpreise legen weiter zu – Brent auf Dreijahreshoch

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gestiegen. Während Nordseeöl so viel kostete wie seit drei Jahren nicht, lag der US-Ölpreis leicht unter seinem unlängst markierten Siebenjahreshoch. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 84,66 Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 59 Cent auf 81,90 Dollar.

Aufgrund der stark steigenden Preise für Gas und Kohle ist vorerst auch am Erdölmarkt keine Entspannung in Sicht. Da Erdöl begrenzt als Ersatz für andere Energieträger verwendet werden kann, greift die Energieknappheit zunehmend auf den Ölmarkt über. Eine entsprechende Warnung hatte am Donnerstag die Internationale Energieagentur IEA ausgesprochen. Gründe für die Preisrally sind sowohl Engpässe auf der Angebotsseite als auch die konjunkturell bedingt steigende Nachfrage.

13.10.2021

Tübingen (dpa/lsw) *17:30 Uhr – Erste Betriebsratswahl bei Curevac

Die rund 900 Beschäftigten der Curevac AG und der Curevac Real Estate GmbH in Tübingen wählen am Donnerstag erstmals einen Betriebsrat. Zur Wahl stellen sich nach Auskunft der IG Bergbau Chemie und Energie 29 Kandidierende. Es wird ein 13-köpfiges Betriebsratsgremium gewählt. Der Betriebsrat wird für rund vier Jahre gewählt. Die nächsten Betriebsratswahlen sind also für 2026 geplant.

Mitbestimmungsstrukturen seien in Biotechfirmen nicht selbstverständlich, sagte eine IG BCE-Sprecherin. Dass nach Biontech nun auch bei Curevac Betriebsratswahlen eingeleitet werden konnten, sei ein wichtiges Zeichen.

12.10.2021

Tübingen (dpa) *14:01 Uhr – Curevac zieht ersten Covid-Impfstoff aus Zulassungsverfahren

Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war man davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre. Einen förmlichen Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es nicht, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Verfahren für eine Zulassung.

Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten der ersten Generation niedriger sei als die einiger anderer Impfstoffe. Das Tübinger Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen werde. Das Curevac-Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe. Das Unternehmen will sich mit seinem britischen Partner Glaxo Smith Kline (GSK) auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs konzentrieren.

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