Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Novartis unterzeichnet neuen Deal mit Biontech für Corona-Impfstoff

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08.10.2021

Brüssel (dpa) *15:46 Uhr – EU-Staaten stimmen Verbot des Farbstoffs Titandioxid im Essen zu

Kaugummis, Süßigkeiten und andere Lebensmittel müssen ab 2022 voraussichtlich ohne den weit verbreiteten weißen Farbstoff Titandioxid auskommen. Die EU-Staaten stimmten einem Vorschlag der EU-Kommission zu, den Zusatzstoff wegen möglicher Krebsrisiken aus Lebensmitteln zu verbannen. «Die Sicherheit unserer Lebensmittel und die Gesundheit unserer Verbraucher sind nicht verhandelbar», sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Freitag.

Der als E171 bekannte Stoff kommt auch in Backwaren, Suppen und Salatsoßen vor. Die EU-Kommission hatte ihren Vorschlag im Frühjahr auf Grundlage einer überarbeiteten Empfehlung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) vorgelegt. Auch Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte für einen EU-weiten Zulassungsstopp in Nahrungsmitteln plädiert.

Düsseldorf (dpa) *12:20 Uhr – RWE-Chef Krebber will mehr Gaskraftwerke – Anlagen unter Preisdruck

Der Chef des Energiekonzerns RWE, Markus Krebber, fordert den Bau neuer Gaskraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung in Deutschland. «Wir brauchen in Deutschland ungefähr 20 bis 30 Gigawatt neue Gaskraftwerke», sagte Krebber in einem am Freitag veröffentlichten Podcast der «Wirtschaftswoche». Das würde bis zu einer Verdopplung der bisherigen Kapazitäten entsprechen. Die installierte Leistung von Gaskraftwerken in Deutschland betrug 2019 rund 30 Gigawatt.

Krebber sieht Gaskraftwerke als Übergangstechnologie hin zur Stromversorgung ausschließlich über erneuerbare Energiequellen. Sie können verhältnismäßig günstig auf den Betrieb mit Wasserstoff umgerüstet werden. «Auch für die Gaskraftwerke brauchen wir einen ganz klaren Plan, wie sie am Ende CO2-frei, wie sie grün werden», sagte Krebber. Die Energieversorger hätten «keine Lust, die Diskussion, die wir heute über die Kohle führen, in zehn Jahren wieder über das Gas zu führen».

Singapur (dpa) *07:45 Uhr – Ölpreise steigen in Richtung Mehrjahreshochs

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel spürbar zugelegt. Bis zu den in dieser Woche markierten mehrjährigen Höchstständen ist es nicht mehr weit. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 82,95 US-Dollar. Das war genau ein Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,10 Dollar auf 79,40 Dollar.

Haupttreiber der Rohölpreise bleibt die angespannte Versorgungslage. Sie hatte die Preise in dieser Woche auf mehrjährige Höchststände getrieben, bevor eine Korrektur einsetzte. Ausschlaggebend hierfür waren Äußerungen aus Russland, die eine hohe Gasversorgung Europas nahelegten. Die derzeit hohen Gaspreise machen sich Experten zufolge auch am Ölmarkt bemerkbar, da Erdöl in Grenzen als Gasersatz dienen kann.

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