Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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19.10.2021

Peking (ots/PRNewswire) *18:41 Uhr – Sinopec nimmt größtes Gasspeichercluster in Nordchina in Betrieb und bietet 10 Milliarden Kubikmeter Gasspeicher an

Der von der China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec) in der Region des Zhongyuan-Ölfeldes errichtete Gasspeicher Wei 11 hat am 18. Oktober seine erste Gasinjektion erfolgreich abgeschlossen und damit den offiziellen Betrieb des größten unterirdischen Erdgasspeichers in Nordchina aufgenommen.

Der Gasspeicher hat eine Kapazität von 10,03 Milliarden Kubikmetern und wird eine starke Ressource für die Gasspeicherung und den Spitzenausgleich vom Winter bis zum Frühjahr in Nordchina und im Becken des Gelben Flusses darstellen sowie eine stabile Gasversorgung gewährleisten.

Der Gasspeichercluster Zhongyuan von Sinopec besteht nun aus drei Blöcken, Wen 23 , Wen 96 und Wei 11 . Der jetzt in Betrieb genommene Erdgasspeicher Wei 11 ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau des Erdgasspeicher-Clusters mit einer Kapazität von 10 Milliarden Kubikmetern. Der Block liegt an der Kreuzung der Provinzen Henan und Shandong und hat eine geplante Kapazität von 1,009 Milliarden Kubikmetern. Die größte Tageskapazität des Gasspeichers Wei 11 beträgt fünf Millionen Kubikmeter, womit der Gasbedarf von zehn Millionen Haushalten pro Tag gedeckt werden kann.

Darüber hinaus wird Sinopec seine Gasspeicheranlagen Wen 13 West und Bai 9 in der Region des Zhongyuan-Ölfelds nach Abschluss der Bauarbeiten und der Gaseinspeisung bis Ende dieses Jahres in Betrieb nehmen und damit die Gasspeicherkapazität des Unternehmens um schätzungsweise 1,116 Milliarden Kubikmeter erhöhen und die Kapazitäten zur Gasspeicherung und Spitzenabdeckung weiter ausbauen.

Köln (dpa) *14:01 Uhr – Explosion Leverkusen: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Nach der schweren Explosion im Leverkusener Chempark am 27. Juli läuft nun ein Ermittlungsverfahren gegen drei Beschäftigte. Es gehe um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, sagte am Dienstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln. Die Wohnungen der drei Beschuldigten und eines weiteren Mitarbeiters seien am Dienstag durchsucht worden. Dabei seien Datenträger, Mobiltelefone und schriftliche Unterlagen sichergestellt worden.

Die drei Beschuldigten werden verdächtigt, ihre Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Lagerung und Behandlung des Abfalls verletzt zu haben. Durch die Explosion in einer Sondermüll-Verbrennungsanlage waren sieben Menschen ums Leben gekommen. 31 erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen habe die Polizei am Dienstag die Geschäfts- und Betriebsräume des Betreibers Currenta aufgesucht. Die Firma habe daraufhin die von den Ermittlungsbehörden benötigten Unterlagen freiwillig herausgegeben.

Den Angaben zufolge besteht der Verdacht, dass der in einem Tank aufbewahrte Abfall über der zulässigen Selbsterwärmungstemperatur gelagert worden war. Nach vorläufiger Bewertung eines Sachverständigen könne es dadurch zu einer Erwärmung gekommen sein, die zu einem exponentiellen Temperatur- und Druckanstieg geführt habe. Dadurch sei der Tank schließlich explodiert. Als Folge der Explosion hätten sich möglicherweise restliche Abfallflüssigkeiten und zuvor in den Tank eingeleitetes Heizöl mit Luft vermischt. Dies habe schließlich zum Brand geführt.

Den Beschuldigten werde nun zunächst rechtliches Gehör gewährt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dabei werde sich zeigen, ob sie sich zum Tatvorwurf äußern wollten. Zudem würden Zeugen gehört und die sichergestellten Unterlagen ausgewertet. Zudem müsse das bisher vorläufige Sachverständigengutachten endgültig abgefasst werden. Anschließend müsse sich zeigen, ob es zur Anklageerhebung kommen werde.

Currenta betonte in einer Stellungnahme, man habe großes Interesse daran, dass die Ursachen des Explosionsunglücks aufgeklärt würden. Das Unternehmen arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen. «Bis zum Abschluss des Verfahrens darf es zu keiner Vorverurteilung unserer Kolleg*innen kommen», teilte Currenta-Geschäftsführer und Arbeitsdirektor Wolfgang Homey mit. Für Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens gelte uneingeschränkt die Unschuldsvermutung. «Der Unfall wird so umfassend wie möglich untersucht», versprach Homey. «Daraus ziehen wir die notwendigen Konsequenzen für den zukünftigen sicheren Betrieb der Sonderabfallverbrennungsanlage.»

New Brunswick (dpa) *13:58 Uhr – Johnson & Johnson hebt Prognose nach gutem dritten Quartal wieder an

Nach einem weiteren starken Quartal ist der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson erneut optimistischer für das laufende Geschäftsjahr geworden. Für das Gesamtjahr soll der Umsatz nun mit dem Corona-Geschäft bei 94,1 bis 94,6 Milliarden Dollar liegen statt bislang 93,8 bis 94,6 Milliarden Dollar, teilte der Konzern am Dienstag in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey mit. Das wäre ein Plus von 13,9 bis 14,5 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) solle nun bei 9,77 bis 9,82 US-Dollar liegen, Das wäre gegenüber dem Vorjahr ein Plus von über 22 Prozent. Bislang waren die Manager von einem Gewinn je Aktie von maximal 9,70 Dollar ausgegangen.

Im dritten Quartal verzeichnet der Umsatz einen Anstieg um 10,7 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar (20,1 Mrd Euro). Vor allem das Geschäft mit pharmazeutischen Erzeugnissen legte dabei zu. Unter dem Strich blieben bei dem Konzern mit fast 3,7 Milliarden Dollar, 3,2 Prozent mehr hängen als ein Jahr zuvor.

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