Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie Novartis unterzeichnet neuen Deal mit Biontech für Corona-Impfstoff

| Aktualisiert am 22.10.2021Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

Firmen zum Thema

(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

21.10.2021

Mainz/New York (dpa) *14:40 Uhr – Biontech: Sehr hohe Wirksamkeit bei dritter Impfung gegen Corona

Eine dritte Impfung mit dem Corona-Vakzin von Biontech und Pfizer zeigt nach Angaben der beiden Unternehmen eine Wirksamkeit von über 95 Prozent. Sicherheitsbedenken oder unbekannte Nebenwirkungen seien nicht beobachtet worden, teilten das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner am Donnerstag unter Berufung auf eine Untersuchungsreihe mit über 10 000 Teilnehmern mit.

Die verabreichte Dosis war den Angaben zufolge genauso hoch wie bei den ersten beiden Impfungen. Die Studie sei in einem Zeitraum erfolgt, in der Delta die vorherrschende Virusvariante gewesen sei, erklärten Biontech und Pfizer. Alle Studienteilnehmer waren vor Beginn der Studie zweimal mit dem Pfizer-Biontech-Impfstoff geimpft worden. Ihr Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren. Zwischen Zweitimpfung und Auffrischung lag im Mittel ein Abstand von elf Monaten.

Während des Studienzeitraums gab es den Angaben zufolge in der Gruppe der Auffrischungsimpfungen fünf Covid-19-Fälle, während in der Placebo Gruppe 109 Fälle auftraten. Es habe sich gezeigt, dass eine Auffrischung den hohen Impfschutz, der nach der zweiten Dosis erreicht worden sei, wiederherstelle, erklärten die Unternehmen.

Basel (dpa) *08:38 Uhr – Novartis unterzeichnet neuen Deal mit Biontech für Corona-Impfstoff

Der Pharmakonzern Novartis und das Biotechunternehmen Biontech haben eine neue Produktionsvereinbarung geschlossen. Wie Novartis am Donnerstag mitteilte, werde man die Abfüllung und Fertigstellung des mRNA-basierten Corona-Impfstoffs von Pfizer-Biontech ausweiten.

Zu diesem Zweck werde Novartis die sterilen Produktionsanlagen am Standort Ljubljana in Slowenien für die Abfüllung von mindestens 24 Millionen Dosen im Jahr 2022 nutzen. Die neue Vereinbarung folge auf frühere Liefervereinbarungen für die Abfüllung und Fertigstellung von mehr als 50 Millionen Dosen im Jahr 2021 am Standort Stein in der Schweiz, hieß es in der Mitteilung weiter.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung plant Novartis den Angaben zufolge, den mRNA-Wirkstoff von Biontech zu beziehen und unter sterilen Bedingungen in Fläschchen abzufüllen, die dann zurückgeschickt werden. Vorbehaltlich einer endgültigen Vereinbarung plane man, den Herstellungsprozess von Stein an den Standort Ljubljana zu verlagern, um mit der Abfüllung zu beginnen und diese dann in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zu beenden.

20.10.2021

Göttingen (dpa) *07:44 Uhr – Pharmazulieferer Sartorius wächst kräftig weiter

Beim Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius laufen die Geschäfte weiterhin auf Hochtouren. Derzeit erlebt das Unternehmen einen wahren Bestellboom von Herstellern von Impfstoffen und Corona-Tests, an die es wichtiges Zubehör liefert. Der Auftragseingang beim Dax-Neuling stieg in den ersten neun Monaten im Jahresvergleich um rund 68 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro, wie Sartorius am Mittwoch in Göttingen mitteilte.

Dabei setzten die Niedersachsen gut 2,5 Milliarden Euro um, das waren währungsbereinigt gut 50 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Analysten hatten mit etwas weniger Erlösen und einem geringeren Ergebnis gerechnet. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte auf 866 Millionen Euro, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von gut 77 Prozent. Die entsprechende Marge erhöhte sich auf 34,3 (Vorjahr: 29,1) Prozent. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein um Sondereffekte bereinigter Gewinn von knapp 407 Millionen Euro und damit fast doppelt soviel wie im Vorjahreszeitraum. Die Ziele für das Gesamtjahr 2021 bestätigte der Konzern.

Basel (dpa) *07:35 Uhr – Pharmakonzern Roche hebt Umsatzziel an – Corona-Geschäfte helfen

Die Erholung des Pharmageschäfts und weitere Zuwächse in der Diagnostiksparte stimmen Roche für das laufende Jahr optimistischer. Konzernchef Severin Schwan rechnet laut einer Mitteilung vom Mittwoch für 2021 im Jahresvergleich zu konstanten Wechselkursen nun mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Bisher war er von einem Plus im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte der Konzern den Umsatz um sechs Prozent auf 46,7 Milliarden Franken (43,4 Mrd Euro). Währungsbereinigt stand ein Plus von acht Prozent zu Buche. Die Schweizer schnitten damit besser ab als von Experten erwartet.

Rückenwind liefert vor allem die kleinere Diagnostiksparte, die unter anderem von der Nachfrage nach Corona-Tests profitiert. Das Pharmageschäft legte auch dank des Geschäfts mit neuen Medikamenten im dritten Quartal zu, womit sich für Januar bis September eine im Jahresvergleich in etwa stabile Entwicklung ergibt.

(ID:47710972)