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Impfstoffproduktion Teil 2 Covid-19-Impfstoff – warum bei den Rohstoff-Herstellern die Kasse klingelt

Autor Anke Geipel-Kern

Biontech, Moderna, Curevac: alle setzen auf die neuen mRNA-Impfstoffe. Nicht nur Apparatebauer profitieren davon, auch die Hersteller der wichtigsten Rohstoffe – Plasmide und Lipid-Nanopartikel – spüren gerade Wind in den Segeln. Weltweit wird investiert und gebaut, was das Zeug hält. Wir haben die wichtigsten Player und Projekte für Sie zusammengestellt.

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Die Freude über den ersten Impfstoffpiks ist verflogen. Jetzt müssen Produktionskapazitäten her.
Die Freude über den ersten Impfstoffpiks ist verflogen. Jetzt müssen Produktionskapazitäten her.
(Bild: Biontech)

Momentan richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Produktionskapazitäten für die Covid-19-Impfstoffe: Minutiös wird aufgeschlüsselt wer, für wen und wie viel produziert. Biontech mit Novartis, Baxter und Rentschler, demnächst mit GSK in Frankfurt Höchst, Moderna mit Lonza und Recipharm, Curevac mit Rentschler und Wacker – und so weiter.

Dabei ist das Equipment an Reaktoren, Bags und Sterilabfüllmaschinen, das in den Betrieben steht, nur die Spitze des Eisbergs. Ohne die Rohstoffe, welche die Anlagen am Laufen halten, geht gar nichts, und hier arbeiten die Impfstoffhersteller fieberhaft daran, robuste und funktionsfähige Lieferketten aufzubauen – Stichwort Liefersicherheit. Kommt die jährliche Auffrisch-Impfung, wie etwa Reinhold Förster, Immunologe an der Medizinischen Hochschule Hannover in einem Interview des Deutschlandfunks prophezeit, werden in den nächsten Jahren gewaltige Mengen an DNA-Plasmiden, RNA-Polymerase, Restriktionsenzymen und Lipid-Nanopartikeln für die Impfstoffformulierung gebraucht. Diese drohen jetzt schon knapp zu werden, und dabei werden gerade erst einmal zwei mRNA-Impfstoffe in größerem Maßstab produziert.