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Konzernergebnis Covestro verzeichnet Rekordjahr und blickt zuversichtlich in die Zukunft

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Obwohl der Konzernumsatz um 1,5 % auf 11,9 Milliarden Euro gesunken ist, war 2016 ein Rekordjahr für Covestro. Der Werkstoffhersteller hat die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft auf Konzernebene um 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Mit der höheren Anlagenauslastung stieg das bereinigte Ebitda gegenüber 2015 um 22,7 % auf zwei Milliarden Euro deutlich an. Das Konzernergebnis stieg von 343 Millionen Euro auf 795 Millionen Euro an und hat sich damit gegenüber 2015 mehr als verdoppelt.

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Covestro verzeichnet eine starke Nachfrage bei Polyurethanes. Die TDI-Anlage in Dormagen stellt aus Toluylen-Diisocyanat (TDI) Polyurethan-Weichschaum her.
Covestro verzeichnet eine starke Nachfrage bei Polyurethanes. Die TDI-Anlage in Dormagen stellt aus Toluylen-Diisocyanat (TDI) Polyurethan-Weichschaum her.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Der Werkstoffhersteller Covestro feiert ein Rekordjahr. Während viele Unternehmen der chemischen Industrie mit Umsatzeinbußen zu kämpfen haben und die Anlagenauslastung zu Wünschen lässt, konnten die Leverkusener ihre Anlagenauslastung steigern. Auf dieser Grundlage plant Covestro, seine Aktionäre mit einer Dividende in Höhe von 1,35 Euro je Aktie an diesem Erfolg zu beteiligen.

Ebenfalls einen starken Anstieg verzeichnete der Free Operating Cash Flow mit einem Plus von 41,8 % auf 1,4 Milliarden Euro. Auch die Rentabilität konnte Covestro steigern: Der Return on Capital Employed (ROCE) betrug 14,2 %, womit der Wert des Jahres 2015 ebenfalls deutlich übertroffen wurde. Aufgrund niedrigerer Verkaufspreise und leicht negativen Wechselkursauswirkungen verzeichnete Covestro beim Konzernumsatz dagegen eine leicht rückläufige Entwicklung von -1,5 % auf 11,9 Milliarden. Euro.

Verbesserte Produktionskapazitäten bedienen wachsende Nachfrage

Das Mengenwachstum im Kerngeschäft lag 2016 deutlich oberhalb des Wachstums der Weltwirtschaft und unterstreicht damit die starke strategische Positionierung entlang wichtiger Trends in den Hauptabnehmerindustrien: Covestro konnte den Absatz konsequent steigern und die bestehenden Produktionskapazitäten weiter auslasten. Gleichzeitig hat das Unternehmen in stark wachsenden Regionen frühzeitig mit dem Ausbau von Kapazitäten begonnen, um der anziehenden Nachfrage optimal begegnen zu können. Dies gilt insbesondere für den asiatischen Markt, wo das Unternehmen eine Anlage für Lackrohstoffe (HDI) eröffnete und seine Kapazitäten im Bereich Polycarbonat verdoppelte.

Auch in Europa schreitet die Optimierung der Produktionsplattform weiter voran: Im Juni wurde die Erweiterung der Produktionskapazitäten für das Hartschaum-Vorprodukt MDI am Standort Brunsbüttel beschlossen. Bis 2018 wird die Kapazität dort auf 400.000 t/a verdoppelt. Zudem hat Covestro 2016 bewiesen, dass CO2 als Rohstoff für marktreife Produkte genutzt werden kann: In Dormagen wurde die weltweit erste industrielle Produktionsanlage in Betrieb genommen, die CO2 als Rohstoff für Weichschaum-Komponenten nutzt.

Finanzielle Flexibilität gesteigert

Im vergangenen Geschäftsjahr hat Covestro die restlichen Darlehen gegenüber Bayer vollständig getilgt: Im Rahmen eines Anleihenprogramms hat das Unternehmen im März Anleihen über 1,5 Milliarden Euro emittiert und dadurch die Ablösung der Darlehen vollständig refinanziert. Insgesamt lag die Nettofinanzverschuldung zum Jahresende bei 1,5 Milliarden Euro und damit rund 700 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres.

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