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Thermoplastische Polyurethane Covestro und Reverdia kooperieren bei der Entwicklung von biobasiertem TPU

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Covestro und Reverdia wollen gemeinsam thermoplastische Polyurethane (TPU) auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickeln und bewerben. Gemäß der Vereinbarung wird Covestro künftig Biosuccinium Bernsteinsäure von Reverdia für die Herstellung von TPU der Marke Desmopan verwenden. Der Kunststoff soll u.a. in der Schuhindustrie sowie der Unterhaltungselektronik eingesetzt werden.

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Das Herz von Covestro, ehemals Bayer Material Science, schlägt in Leverkusen: Hier befindet sich der Stammsitz des Unternehmens und die europäische Forschungszentrale.
Das Herz von Covestro, ehemals Bayer Material Science, schlägt in Leverkusen: Hier befindet sich der Stammsitz des Unternehmens und die europäische Forschungszentrale.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Reverdia produziert Biosuccinium seit 2012 in kommerziellen Mengen und nutzt dafür eine patentierte Hefetechnologie bei niedrigen pH-Werten. Covestro wird von der jahrelangen Forschungsarbeit profitieren und plant in Folge der Kooperation den Ausbau seiner biobasierten TPU-Produktion in Taiwan.

Biobasierte Desmopan Produkte sind bereits in verschiedenen Härtegraden erhältlich, zum Beispiel in 85 Shore A, 95A und 60D. Sie erreichen laut Covestro die physikalischen Eigenschaften herkömmlicher Typen und darüber hinaus einen besseren Kohlenstoff-Fußabdruck entlang der Wertschöpfungskette.

Kohlenstoffbilanz reduziert

Simulationsrechnungen von Reverdia ergeben eine um rund 65 % reduzierte Kohlenstoffbilanz gegenüber petrochemisch erzeugten Produkten. Der Biomasse-Anteil liegt bei Desmopan TPU für die genannten Härtegrade bei 65 (85 Shore A), 52 (95A) und 42 % (60D).

Reverdia-Präsident Marcel Lubben unterstreicht das gemeinsame Ziel der Unternehmen, Materialien aus Biomasse zu entwickeln: „Diese Anwendungen, die nun den Industriemaßstab erreicht haben, unterstreichen die guten Eigenschaften von Biosuccinium und dessen Potenzial, die Klimabilanz von Verbraucherprodukten zu verbessern. Damit erweist sich der Hefeprozess von Reverdia als besonders nachhaltige Methode zur Herstellung von biobasierter Bernsteinsäure.“

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