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Nachhaltige Forschung Covestro setzt seit einem Jahrzehnt auf Zusammenarbeit mit chinesischen Studenten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Nachhaltige Materialien für die wachsende Weltbevölkerung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu entwickeln, ist sowohl für Covestro als auch für die chinesische Tongji-Universität besonders wichtig. Seit über einem Jahrzehnt arbeiten beide Seiten zusammen, um Innovationen auf den Weg zu bringen. Eine dreißigköpfige Gruppe von Professoren und Studierenden aus Shanghai hat nun erstmals die Covestro Zentrale in Leverkusen besucht.

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Langjährige Partner für Innovationen in den Materialwissenschaften: Studenten und Professoren der Tongji-Universität Shanghai besuchen die Unternehmenszentrale von Covestro in Leverkusen.
Langjährige Partner für Innovationen in den Materialwissenschaften: Studenten und Professoren der Tongji-Universität Shanghai besuchen die Unternehmenszentrale von Covestro in Leverkusen.
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Die Zusammenarbeit und der offene Innovationsansatz besonders zu Fragen der Nachhaltigkeit sind dabei oberstes Anliegen: Die Gruppe informierte sich zu neuen Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft wie dem Nutzbarmachen von Industrieabwasser in der Produktion. Auch der Einsatz von CO2 als Rohstoffquelle für die Werkstoffherstellung stand für die Studenten im Fokus.

Besonderes Interesse zeigten die Studenten für das Abwasser-Recycling, das im Technology Center Basic Chemicals in Leverkusen entwickelt und erstmals am Standort Uerdingen umgesetzt wurde. Christoph Blöcher, Leiter des globalen (Ab)wasser-Kompetenzzentrums, erklärte den Besuchern, wie es Covestro in innovativen Aufbereitungsschritten gelingt, salzhaltige Abwässer so zu reinigen, dass daraus gewonnenes Natriumchlorid etwa in der Elektrolyse zur Produktion von Chlor wiederverwertet werden kann. „Wir freuen uns über das große, globale Interesse an unseren Anlagen und sind stolz, diese in Leverkusen präsentieren zu können", so Blöcher. Er betonte auch, dass die globalen Forschungsaktivitäten rund um das Salzwasser-Recycling weiter gehen, denn „auch für die Aufbereitung des Abwassers werden Energie und Ressourcen eingesetzt - und um mehr Salz zurückzuführen, müssen wir die Energie-Effizienz noch weiter steigern."

Langfristige Partnerschaft

„Die Tongji-Universität ist für uns seit mehr als zehn Jahren ein wichtiger Partner zur Ausbildung junger Talente und in der Weiterentwicklung innovativer wie nachhaltiger Materiallösungen für China", erklärt Dr. Christian Hässler, verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit und früherer Leiter des Covestro Polymer Research and Development Center in Shanghai. „Mit dem Besuch der Studentengruppe in Deutschland bringen wir die langfristige Zusammenarbeit mit Tongji auf eine neue Ebene."

Covestro arbeitet intensiv mit verschiedenen führenden Universitäten weltweit zusammen, um so schneller Trends und Entwicklungen sowie nachhaltige Innovationen auszutauschen und zu fördern. „Es ist deutlich zu sehen, wie sehr Nachhaltigkeit und Innovation in die täglichen Abläufe des Unternehmens integriert sind", kommentiert Prof. Qiu Jun, stellvertretender Dekan für Lehre und internationale Angelegenheiten an der Fakultät für Materialwissenschaften und Ingenieurwesen der Tongji-Universität. „Ich freue mich, dass Tongji gemeinsam mit Covestro daran arbeitet, in China Industrieplattformen für die Kooperation über die ganze Wertschöpfungskette zu generieren."

Als eine der führenden chinesischen Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet der Materialwissenschaften begleitet die Tongji-Universität die Entwicklung innovativer Anwendungen für Schlüsselindustrien wie Mobilität und Bau in China. Covestro unterstützt die Arbeit der Universität im Bereich nachhaltiger Entwicklung seit mehreren Jahren mit einem Stiftungslehrstuhl. Hier stehen Konzepte für globale Megatrends wie die zunehmende Urbanisierung im Fokus: Es geht um Materialen für nachhaltiges Bauen, Wohnen wie auch Mobilität. In der gemeinsamen Innovation Academy arbeiten Covestro und Tongji-Professoren wie Studierende darüber hinaus an der marktgerechten Weiterentwicklung von Material-Innovationen.

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