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Geschäftsbilanz 2017 Covestro setzt Höhenflug mit zweistelligen Umsatzplus fort

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Covestro kann sich über ein zweistelliges Umsatzplus freuen: Angetrieben durch eine höhere Nachfrage nach Kunststoffen sowie signifikant höhere Margen hat das Unternehmen den Konzernumsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr um 18,8 % auf 14,1 Milliarden Euro gesteigert. Für das Jahr 2018 erwartet der Werkstoffhersteller ebenfalls ein positives Geschäftsergebnis.

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Covestro setzt profitablen Wachstumskurs mit Rekordjahr fort
Covestro setzt profitablen Wachstumskurs mit Rekordjahr fort
(Bild: Covestro)

Leverkusen – Das Ebitda von Covestro verbesserte sich im Gesamtjahr 2017 auf Konzernebene gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 70,6 % auf 3,4 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis konnte von 795 Millionen Euro auf 2,0 Milliarden Euro mehr als verdoppelt werden. Damit hat das Unternehmen seine Ziele deutlich übertroffen: „Gegenüber dem ersten Jahr als eigenständiges Unternehmen haben wir noch einmal klar zugelegt und gezeigt, dass unser Erfolg nachhaltig ist“, sagte der Covestro-Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas.

Der Werkstoffhersteller erreichte 2017 auch bei weiteren zentralen Kennzahlen gute Ergebnisse: Bei anhaltend hoher Anlagenauslastung nahmen die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft auf Konzernebene um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Angesichts der starken Entwicklung rechnet Covestro damit, das 2017 ausgegebene Ziel, innerhalb von fünf Jahren einen kumulierten FOCF von 5 Milliarden Euro zu generieren, bereits nach drei Jahren zu erreichen.

Nachhaltigkeit als Treiber für Wachstum

Für das Jahr 2018 rechnet Covestro mit solidem Wachstum in den Hauptabnehmerbranchen – etwa in der Automobil-, Möbel- und Bauwirtschaft sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie. Dabei sieht Covestro vor allem die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber. Als Beispiele nennt Thomas Zukunftssegmente wie E-Mobilität, energieeffizientes Bauen oder stromsparende LED-Leuchtmittel. Covestro hat zusätzlich die Nachhaltigskeitsziele der Vereinten Nationen in seine Strategie integriert. „Bis 2025 wollen wir 80 Prozent unserer Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientieren“, erklärt Markus Steilemann, Chief Commercial Officer und zukünftiger Vorstandsvorsitzender von Covestro.

Als zusätzlichen Treiber sieht Steilemann die Digitalisierung: „Mit einem umfassenden Programm nutzen wir die Chancen der Digitalisierung und verankern sie als zentrales Element im Unternehmen.“ So startet in Kürze ein digitaler Marktplatz, der den Zugang zu Basis-Produkten vereinfacht und Kunden mit Covestro sowie weiteren Anbietern vernetzt. Über neue, digitale Geschäftsmodelle wie zum Beispiel den digitalen Marktplatz sollen bis Ende 2019 kumuliert bis zu einer Milliarde Euro Umsatz abgewickelt werden.

Im Segment Polyurethanes konnte Covestro die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft im Vergleich zum Vorjahr in allen drei Regionen steigern – insgesamt um 3,4 %. Bei Polycarbonates erhöhten sich die Mengen im Kerngeschäft um 5,0 % – auch hier trugen alle drei Regionen zum Wachstum bei. Die Absatzmengen im Kerngeschäft des Segments Coatings, Adhesives, Specialties veränderten sich in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld kaum (-0,3 %). Währenddessen wurden an den Standorten Dormagen und Barcelona Produktionserweiterungen für Polyurethan-Dispersionen in Betrieb genommen, um die steigende Nachfrage aus der Lack- und Klebstoffindustrie zu befriedigen.

Positive Entwicklung für 2018 erwartet

Ausgehend von einem stabilen Wachstum in den Hauptabnehmerbranchen und aktuellen Konjunkturprognosen erwartet Covestro eine positive Entwicklung für das Jahr 2018. Beim Mengenwachstum im Kerngeschäft rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim Free Operating Cash Flow geht Covestro von einem Niveau deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre aus. Für das Jahr 2018 soll der ROCE annähernd das Niveau von 2017 erreichen. Das Ebitda wird ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

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