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Zirkuläre Kreislaufwirtschaft

Covestro macht die Pace für zukunftsfähige, nachhaltige Chemie

| Redakteur: Ulla Reutner

Im Exklusiv-Interview: Covestro-CEO Dr. Markus Steilemann
Im Exklusiv-Interview: Covestro-CEO Dr. Markus Steilemann (Bild: Reutner/PROCESS)

Dr. Markus Steilemann, CEO von Cevostro kam gestern zur Achema, um einen Vortrag über nachhaltige Wertschöpfungsketten in der Chemie zu halten. PROCESS hatte die Gelegenheit zu einem Exklusivinterview über Zirkuläre Kreislaufwirtschaft. Hier lesen Sie einen Auszug aus dem Interview.

Herr Dr. Steilemann, Pushing boundaries – mit diesem Schlagwort überschreibt Covestro seine Ziele. Wie wird dies unter Ihrer Leitung konkretisiert?

Dr. Steilemann: Die Welt mit ihren zahlreichen Herausforderungen braucht zunehmend nachhaltigkeitsgetriebene Innovation. Diesem Bedürfnis zu entsprechen, ist Kernbestandteil unserer Strategie. Unter anderem muss die Produktion in der chemischen Industrie nachhaltiger werden. Fossile Rohstoffe, auf denen unsere Branche noch weitestgehend basiert, sind nicht nur begrenzt, sondern auch Ausdruck eines linearen Wirtschaftens, das irgendwann ein Ende erreicht. Wir haben daher schon früh begonnen, uns nach alternativen Quellen, die kreislaufwirtschaftsfähig sind, umzusehen.

Hat sich damit die Sichtweise auf das Thema Nachhaltigkeit gegenüber früher verändert?

Steilemann: Früher war das eher Schadensbegrenzung. Heute ist Nachhaltigkeit Teil einer neuen Wirtschaft. Und um erneuerbaren Energien zum Durchbruch zu verhelfen oder Konzepte wie die Kreislaufwirtschaft umzusetzen, braucht es chemische Lösungen, beispielsweise hochwertige Kunststoffe, deren Komponenten unser Unternehmen entwickelt und anbietet und die etwa bei Windkraftanlagen für mehr Effizienz sorgen.

Verkennt die Politik dabei die Bedeutung der Chemie?

Steilemann: Gemeinsam mit der Politik haben wir schon viel erreicht. Bei der Energiewende etwa wird unsere Enabler-Rolle durchaus geschätzt, etwa in den Kopernikus-Projekten, in denen es unter dem Stichwort Power-to-X darum geht, grüne Energie und Chemie nachhaltig zusammenzubringen.

Sie verarbeiten überwiegend fossile Rohstoffe. Wie ändern Sie dies?

Steilemann: Wir arbeiten daran, wo dies ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, alternative Rohstoffe wie pflanzliche Biomasse und Kohlendioxid zu nutzen und so fossile Ressourcen wie Erdöl einzusparen. Hier machen wir gute Fortschritte, etwa bei der Verwendung von CO2 zur Produktion einer zentralen Komponente von weichem Schaumstoff. Diese Komponente stellen wir mit bis zu 20 Prozent CO2-Anteil seit 2016 in einer Pilotanlage in Dormagen bei Köln her. Wir können uns gut vorstellen, die neue Technologie in Zukunft auch großtechnisch einzusetzen. Das hängt aber von vielen Faktoren ab.

Das vollständige Interview in Kürze auf process.de.

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